Deutscher Kinderschutzbund,
OV Recklinghausen e.V.
Wildermannstr. 51 - 53
45659 Recklinghausen

Tel.: 02361 / 10 94 94
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Jahresberichte

Jahresbericht
Deutscher Kinderschutzbund e.V. Recklinghausen
März 2016 bis Dezember 2016

Jahresbericht März 2016 bis Dezember 2016


Inhaltsverzeichnis:


1. Vorstand, MitarbeiterInnen und Information

2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

2.1.     Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde

2.2.     Begleiteter Umgang

2.3.    Offene Beratung im Familienrecht

2.4.    Kinderabendbrot

2.5.    Spieltreff DKSB

2.6.    Mädchengruppe

2.7.    Jungengruppe

2.8.    Jugendtreff

2.9.    Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)


3.    Projekte

3.1.     Nachbarschaftsprojekt


4. Teilnahme an Arbeitskreisen


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2016


1. Vorstand und Mitarbeiter


Vorstand


Vorsitzender                           Hans Günter Sorger
Stellvertretende Vorsitzende     Peter Specka
Schatzmeister                         Jessica Engler
Schriftführerin                          nicht besetzt
Beisitzerinnen                         Christa Anton

                                             Aline Strutz
                                             Petra Thum
Kassenprüfer                          Marion Weber, Carsten Sorger


Mitarbeiterinnen
         
Diplom Sozialwissenschaftlerin             Denise Anton
Staatl. anerkannte Sozialarbeiterin        Marie-Christin Oneschkow
Praktikantin (Studium der Soz.Arbeit)    Imke Kötter (22.08. – 31.12.2016)
Praktikant(Studium der Soz.Arbeit)       Dennis Orlando (15.04.15 – 06.04.2016)                        

Nebenamtliche

Mitarbeiter/Innen    

Petra Thum                  Krabbelgruppe

Raumpflege                  Stefanie Anton


Mitglieder DKSB Recklinghausen: 67 (Stand 23.02.2017)


Information:

Zum 01.11.2016 hat der Kinderschutzbund Recklinghausen seinen Standort gewechselt. Ca. 200 Meter entfernt vom bisherigen Standort, hat die Vivawest Wohnen GmbH die ehemaligen Räumlichkeiten der REVAG e.V. für die Belange des Kinderschutzbundes hergerichtet. Von ca. 100qm Aktionsfläche haben wir uns damit auf ca. 400qm vergrößert und können nun ein breiteres Angebot bieten und auch Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes


2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde

Die Beratung Hilfesuchender, aus dem ganzen Kreis Recklinghausen, erfolgt sowohl persönlich, als auch per Telefon. Dabei liegt der Fokus auf der Stadt Recklinghausen sowie den Anwohnern der Breuskesbachsiedlung.

Vorrangige Problemfelder dabei sind:

-    Erziehungsfragen

-    Fragen zu Trennung und Scheidung bzw. begleitetem Umgang
-    Fremdmeldungen bezüglich Kindeswohlgefährdung

In den meisten Fällen kann den Hilfesuchenden direkt geholfen werden, indem Lösungsvorschläge unterbreitet werden oder der Kontakt zu andere Fachstellen (z.B. Erziehungsberatung Vest) hergestellt wird. Anlässe, aus denen sich Erwachsene oder Kinder und Jugendliche an den Kinderschutzbund wenden sind:

-    Umgangsrecht bei geschiedenen Eltern (hierbei auch vermehrt Väter und

     Großeltern, Verweigerung der Kindesmutter zu Besuchskontakten),
-    Gewalt gegen Kinder
-    Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden (hier besonders mit dem Jugendamt und Schulen),
-    Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Kindern,
-    Überforderung im Erziehungsalltag,
-    Schulden (Hartz IV),
-    Suche nach Beratungsstellen für Erziehungsfragen
-    Erziehungsschwierigkeiten ( Drogen, Computerspiele + Internet, Pubertät)

Anzahl der Beratungskontakte im Berichtzeitraum ca. 60, sowohl telefonisch als auch persönlich.


2.2. Begleiteter Umgang / Umgangspflegschaften

In der Zeit von März 2016 bis Dezember 2016 gab es 7 Familien, welche die Besuchsbegleitung des Kinderschutzbundes bzw. Umgangspflegschaften in Anspruch genommen haben.

Das Alter der begleiteten Kinder liegt zwischen wenigen Monaten und 12 Jahren.
Die meisten Anfragen kommen von Mitarbeitern des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, aber auch direkt durch die Gerichte und  auch von den Eltern selbst. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen liegt in der Regel in den Händen der Eltern, was eine enorme Herausforderung für Trennungspaare bedeutet.
Im Durchschnitt werden 5 Begleitete Kontakte durchgeführt, in denen die Elternteile angeleitet werden die Kontakte zukünftig selbstständig zu regeln, was in der Regel auch gelingt. Es gibt aber auch Ausnahmefälle (z.B. bei Pflegekindern) bei denen die Besuchsbegleitung dauerhaft durchgeführt wird.
Die Zusammenarbeit mit dem Recklinghäuser Jugendamt verläuft dauerhaft gut.


2.3. Offene Beratung im Familienrecht

Auch im Jahr 2016 hat unser Vorstandsmitglied Aline Strutz (Anwältin) eine Beratung im Bereich Familienrecht angeboten. Diese offene Beratung fand im Jahr 2016 wieder einmal monatlich (jeweils am ersten Montag des Monats) in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr  in den Räumen des Kinderschutzbundes statt.

Dieses Angebot soll alle Menschen in Recklinghausen ansprechen, was vor allem durch stadtweite Werbung angestrebt wird (Zeitung, stadtweite Zeitschrift für Eltern).
Die Beratung erfolgt ohne Anmeldung und ist vertraulich.

Es werden Probleme vor allem im Bereich Trennung, Scheidung und Kindschaftsrecht besprochen und praktische Hinweise gegeben. Bei Problemen oder Fragestellungen aus anderen Rechtsbereichen werden Informationen weitergegeben und Kontaktstellen (z.B. Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale, Mieterschutzbund) genannt.

Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos. Gerne kann aber eine Spende an den Kinderschutz hinterlassen werden.

Termine 2016:

04.01.2016        07.03.2016        02.05.2016        04.07.2016       07.11.2016
01.02.2016         04.04.2016        06.06.2016        05.09.2016       05.12.2016                                                    
2.4. Kinderabendbrot

Seit September 2015 gibt es das „Abendbrot“ im Kinderschutzbund. Immer donnerstags von 18:00 bis 19:00 Uhr können sich die Kinder und Jugendlichen Brote mit Belägen ihrer Wahl (nicht süß)  zubereiten, dazu wird Rohkost gereicht. Das Angebot ist offen für alle Kinder und natürlich kostenlos. Aufgrund der hohen Anzahl muslimischer Besucher wird hier verstärkt auf Schweinefleischfreie Produkte geachtet.

Regelmäßig nehmen zwischen 20 und 30 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 14 Jahren das Angebot an.
Auch in diesem Angebot wird auf das Benehmen am Tisch geachtet, zu dem wird die Kompetenz der eigenen Zubereitung eines Butterbrotes gefördert – es wurde deutlich, dass diese auch bei älteren Kindern nicht immer gegeben ist.


2.5. Spieltreff DKSB (XD-Treff)

Der Spieltreff findet auch in den neuen Räumen donnerstags von 16:00 bis 18:00 Uhr statt. Es findet auf kostenfreier und freiwilliger Basis statt und richtet sich an die Mädchen und Jungen der Breuskesbachsiedlung zwischen 5 und 10 Jahren.

Teilnehmerstruktur und  Konzept

Der Spieltreff wird von etwa 15 bis 25 Kindern der Breuskesbachsiedlung und Umgebung regelmäßig genutzt. Durch den Umzug hat sich die Teilnehmerstruktur des Angebotes  etwas verändert: Der neue Standort hat auch andere Kinder aus der Umgebung auf das Angebot aufmerksam gemacht , während wenige der bisherigen Besucher den Weg zur neuen Einrichtung noch nicht gefunden haben und aktiv wieder eingebunden werden müssen.
Die Gruppe setzt sich überwiegend aus 5-7 Jährigen zusammen, ihnen ist freigestellt, womit sie sich während der Gruppe beschäftigen:
Immer noch sind Rollenspiele und die Beschäftigung mit Lego Hauptaktivitäten der Kinder, Mal- und Bastelangebote haben aber an Attraktivität gewonnen. Durch die jetzt größeren Räume können sich die Kinder in ihrem Spiel frei entfalten und sich in Kleingruppen von den Anderen abgrenzen, sodass sich alle ihren Bedürfnissen entsprechend beschäftigen und dabei unterstützt werden können.
Auch Brett – und Kartenspiele sind noch immer sehr beliebt und werden von den Kindern nach Einleitung der Gruppenleitung eigenständig gespielt.
Der übliche Snack wird aufgrund der jüngeren Teilnehmerstruktur nun meist im Vorfeld vorbereitet. Die Gruppenleitung begleitet die Spiele der Kinder und greift lediglich bei Konflikt-Situationen oder Fragen ein.

Problemlagen

Durch die neue Teilnehmerstruktur ergeben sich neue Spielkonstellationen innerhalb der Gruppe – die Kinder müssen sich in den neuen Räumen und im Austausch mit den anderen Kindern erst finden.
Dies führt bisher jedoch noch nicht zu nachhaltigen Problemlagen innerhalb des Angebots und die Stimmung innerhalb der Gruppe ist sehr entspannt durch die vergrößerten Entfaltungsmöglichkeiten für den Einzelnen.
Durch die weiterhin junge Altersstruktur ist der Betreuungsaufwand weiterhin hoch, das Durchsetzen des Regelwerkes funktioniert zur Zeit jedoch problemlos, der Umgang der Kinder untereinander ist respektvoll. Außerdem fördern die neuen Räume das Ordnungsempfinden der Kinder.  Es ist immer noch wichtig, den Kindern ethisch und moralisch vertretbare Handlungsweisen gerade in Konfliktsituationen und im Umgang miteinander vorzuleben und mitzugeben, da dies durch die Familien nicht mehr gewährleistet ist.

2.6. Mädchengruppe

Die Mädchengruppe findet wöchentlich freitags von 16:30 bis 18:30 Uhr im Kinderschutzbund statt. Es handelt sich um ein offenes, also kostenfreies und freiwilliges Angebot. Es wird weiterhin von zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen geleitet, die von der pädagogischen Leitung in der Ausgestaltung unterstützt werden.


Teilnehmerstruktur
Der Umzug hat in der Mädchengruppe kaum zu Veränderungen der Teilnehmerstruktur geführt, da es bei fast allen Mädchen innerhalb der Siedlung fest im Alltag etabliert ist.
Die Kerngruppe besteht aus 20 Mädchen, die das Angebot regelmäßig nutzen, bis zu 30 Mädchen im Alter von 4 bis 12 Jahren nehmen das Angebot wahr. Der multikulturelle Schwerpunkt der Teilnehmerstruktur ist auch weiterhin vorhanden.

Konzept und Ablauf

Der Gruppenablauf besteht weiterhin aus gemeinsam zubereiteten Snacks, der Durchführung vorher gemeinsam geplanter Aktivitäten und der Ausgestaltung von Freispielzeiten. Die Mädchen werden dabei gefördert, aktiv an der Gruppengestaltung teil zunehmen und lernen auch kompromissbereit zu sein. Die Aktivitäten erstrecken sich von Kreativangeboten über sportliche Aktivitäten bis hin zu gruppendynamischen Spieleolympiaden. Der Bedarf an Einheiten des Freispiels ist nach wie vor hoch, so dass geplante Aktionen je nach Situationslage auch spontan ausfallen, um den Bedürfnissen der Mädchen gerecht zu werden. Dies liegt vor allem an der momentan eher jungen Gruppenstruktur.

Problemlagen

Hauptproblem der Mädchengruppe ist zurzeit der Umgang der Mädchen untereinander und mangelnde Umsetzung des Regelwerkes. Hier wird gemeinsam mit den Ehrenamtlichen an Lösungsstrategien gearbeitet, da eine Durchführung geplanter Aktivitäten oftmals nicht möglich ist. Das Gruppenbudget ist durch die Gruppengröße auch weiterhin meist überschritten, so dass Aktivitäten klein gehalten werden müssen.

2.7. Jungengruppe

Die Jungengruppe wurde bis April 2016 von dem Praktikanten Dennis Orlando – ein Student der Sozialen Arbeit – kostenlos und offen für alle Jungen durchgeführt.

Das Angebot fand mittwochs von 16:15 – 18:15 Uhr statt.
Seit dem musste das Angebot vorerst eingestellt werden, da keine Nachfolge gefunden werden konnte und die pädagogische Leitung aufgrund anderer Angebote nicht einspringen konnte.

Teilnehmerstruktur und Konzept
Die Jungengruppe wurde zuletzt von 10-15 Jungen besucht.
Das Angebot fand abwechselnd in den Räumen des DKSB oder auf den umliegenden Spielplätzen oder Fußballplätzen statt;  die Teilnehmer stammen alle aus der umliegenden Siedlung und verfügen über eine Vielzahl verschiedener Migrationshintergründe.
Die Konzeption ähnelte der der Mädchengruppe; den Kindern wurde ein kleinerer Snack gereicht und das Gruppenangebot ihren Interessen nach gestaltet.

Problemlagen

Die Problematik der Jungengruppe besteht zurzeit in ihrer Nicht-Existenz. Der Bedarf bei den Jungen ist sehr hoch, der DKSB verfügt jedoch nicht über die Personalkapazitäten, das Angebot anbieten zu können. So wird versucht, den Jungen durch Einzeltermine in den Ferien entgegen zu kommen.

2.8. Jugendtreff

Der Jugendtreff  findet freitags zwischen 18:30 und 20:30 Uhr statt. Da dieses Angebot richtet sich an die Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren richtet, bleibt jedoch die Gruppe der über  18-Jährigen noch immer ohne Anlaufstelle in der Siedlung. Das Angebot wird durch die pädagogische Leitung der Einrichtung durchgeführt.

    
Teilnehmerstruktur und Konzept
Dieses Angebot hat während des Umzugs die meisten Einbußen gehabt: einige Jugendliche, die sich bereits umorientiert haben zu Angeboten für Ältere, sind in den neuen Räumen nicht mehr präsent. Dafür sind einige jüngere Kinder in diesem Jahr 10 geworden und können nun teilnehmen, so dass sich die Altersstruktur erheblich verschoben hat. 6 – 8 Jungen und Mädchen zwischen 10 und 12 Jahren kommen zurzeit regelmäßig.  Im Jugendtreff gibt es kein strukturierendes Gruppenprogramm, den Jugendlichen wird der von ihnen gewünschte Freiraum gelassen. Aktivitäten und Snacks werden den Wünschen der Teilnehmer angepasst.

Problemlagen

Durch die veränderte Altersstruktur und die geringere Teilnehmerzahl seit dem Umzug befindet sich dieses Angebot in einer Phase der Umstrukturierung. Diese wird noch erschwert durch mangelnde Eigeninitiative der Teilnehmer, denen es noch nicht gelingt eigene Ideen in das Angebot einfließen zu lassen. Hier muss erst ein neuer Konsens mit allen Beteiligten entwickelt werden.


2.9. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)

Die Krabbelgruppe ist ein Angebot des Kinderschutzbundes für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und findet donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Krabbelgruppe wird von der Kindertagesmutter Petra Thum und wechselnden Praktikantinnen geleitet. Die Krabbelgruppe besteht aus 10 Müttern mit ihren Kindern. Auch in dieser Gruppe sind die Nationalitäten bunt gemischt.

In der Krabbelgruppe haben Kinder und Mütter gemeinsame Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse. Die Mütter bekommen hier Anregungen für die körperliche, geistige, kreative und emotionale Entwicklung ihrer Kinder. Außerdem können sich die Mütter untereinander austauschen, Hilfe anbieten und neue Erfahrungen sammeln.
Da die Kinder durch diese Gruppe mindestens einmal in der Woche mit gleichaltrigen Kindern zusammen sind, wird das soziale Verhalten gestärkt, die Kreativität und der Bewegungsdrang mit Musik und Gesang gefördert. Motorische Übungen wie hüpfen, kriechen und klettern sollen gestärkt werden. Sie lernen Gruppenregeln zu akzeptieren und sich in der Gruppe frei zu bewegen. Reime, Lieder, Spiele, Bücher und das sich verständigen in der Gruppe erweitern die sprachliche Kompetenz.
Für das Jahr 2017 sind verschiedene Sonderangebote, wie z.B. 1Hilfe am Kind, Sportgruppe für Mütter, für die Mütter der Krabbelgruppe geplant.


3. Projekte

Aufgrund der Umbauphase in den neuen Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes und des darauffolgenden Umzugs, war es uns im Jahr 2016 leider nicht möglich mehrere Projekte durchzuführen.

Wir sind froh, dass wir teilweise unter widrigsten Bedingungen unser laufendes Programm weiterhin umsetzen konnten. Dennoch konnten wir ein spezielles Projekt durchführen, welches im nächsten Punkt beschrieben wird. Für das Jahr 2017 haben wir allerdings schon viele neue Ideen.

3.1. Nachbarschaftsprojekt

Seit April 2016 führt der DKSB RE e.V. in der Siedlung  „Neue Stadtgärten“ im Breuskesbachviertel ein Nachbarschaftsprojekt zur Förderung nachhaltiger Nachbarschaftsentwicklung  durch. Idee des Projektes ist es, die  bereits während der Umbaumaßnahme durch Vivawest gestartete Ehrenamtsinitiative weiterzuführen und innerhalb der Siedlung ein Nachbarschaftsnetzwerk aufzubauen, indem die Mieter dabei unterstützt werden, sich aktiv in der Siedlung einzubringen und so das Gemeinschaftsleben den eigenen Interessen entsprechend zu gestalten.

Die Leitung und Durchführung des Projektes liegt bei der pädagogischen Leitung, die über eine Trainer B-Lizenz verfügt und somit ausreichend qualifiziert ist. Das Nachbarschaftsprojekt umfasst folgende Bausteine:
Ein wöchentliches Sportprogramm soll den Austausch innerhalb der Mieterschaft und somit das Gemeinschaftsgefühl und die Zugehörigkeit zur Siedlung fördern und stärken. Gleichzeitig können die Teilnehmer der Angebote kostenfrei und unter professioneller Anleitung die Sportgeräte vor Ort nutzen und die eigene Gesundheit fördern.
Mittwochs beim Angebot für Kinder unter 10 sind 25 Kinder angemeldet und 10 bis 15 nehmen regelmäßig teil.
Montags für Kinder über 10 Jahren in der Turnhalle der ehemaligen Paulusschule sind 10 Kinder angemeldet und 6 nehmen regelmäßig teil.
Das Sportprogramm für Erwachsene mit einem Abendtermin donnerstags wird noch wenig angenommen.
Durch zwei Ehrenamtliche wurde ein monatliches Treffen an der Boule-Bahn etabliert, zu dem mittlerweile regelmäßig mindestens 4 Teilnehmer erscheinen.
Neben dem Sportprogramm ist die Förderung des Ehrenamts ein weiterer Baustein: Das ehrenamtliche Engagement der Mieter für ihre Nachbarschaft soll durch das Projekt unterstützt und weiter ausgebaut werden, um sie aktiv an der Ausgestaltung nachhaltiger Nachbarschaftsentwicklung zu beteiligen und durch die Umsetzung eigener Ideen ein Programm nach den Bedürfnissen der Nachbarschaft zu entwickeln.
Sprechstunden spezielle für Ehrenamtliche und Interessierte im DKSB als Ehrenamtszentrale, die Vernetzung aller Beteiligter auf der Online-Plattform nebenan.de und Einzelaktionen für die gesamte Nachbarschaft sind hier als beispielhafte Mittel zur Umsetzung der Ziele zu nennen.
Der gemeinsam organisierte KSR-Putztag, das jährliche Nachbarschaftsfest und regelmäßig stattfindende Ehrenamtstreffen sind darüber hinaus Termine, an denen sich alle einbringen können. Darüber hinaus wurde ein Projektflyer entwickelt, der auch bei anderen Festivitäten dazu genutzt wird, um das Projekt zu bewerben.
Ein Kochangebot für Erwachsene und der „Kaffeeklatsch“ als Angebot des lockeren Austauschs im Vormittagsbereich runden das Angebot ab.


4. Teilnahme an Arbeitskreisen

- AK Weltkindertag

Kooperation mit Unicef und Stadt Recklinghausen (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Familienbüro und dem  Fachbereich Sport)

-  AK Ferienprogramm

Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

- AK Gegen Gewalt gegen Kinder  beim Landesverband DKSB – NRW in Wuppertal

- AK Begleiter Umgang beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

- AK der hauptamtlichen Geschäftsführer beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

- AG 78  (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Erziehungshilfe)

- Netzwerktreffen aller Einrichtungen und Stellen in RE, die mit dem Thema „Trennung und

            Scheidung“ betreut sind

- Kooperationszirkel des Kreisgesundheitsamtes

- Stadtteilrunde (Quartiersrunde) mit Vivawest, AWO FZ, AWO SZ, SPD, CDU,

 IGBCE, Seniorenbeirat, Ruhrfestspiele, AWO, katholische und evangelische Kirchengemeinden

- Projekt „Kom(m)a klar“

Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

Außerdem nehmen Marie-Christin Oneschkow  und Denise Anton als Vertreterinnen des DKSB an den Ausschusssitzungen des Ratsausschusses für den Themenschwerpunkt „Kinder, Jugend und Familie“ teil.


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2016


25.01.-04.02.2016        Kom(m)a Klar! Aktionswoche
12.03.2016                  „RE putzt sich raus“ – Putzaktion
21.05.2016                  Kinderfest Kanzlei Strutz
02.07.2016                  Musikschulfest
03.07.2016                  Kindertag beim Public Viewing auf dem Rathausplatz
11.07.2016                  Ferienaktion Star Wars

13.07.2016                  Ferienaktion Star Wars
15.07.2016                  Ferienaktion Movie World
22.07.2016                  Ferienaktion Irrland
25.07.2016                  Ferienaktion Fort Fun
27.07.2016                  Ferienaktion Kinder am Kanal
03.09.2016                  Straßenfest Auf den Flachsbeckwiesen
10.09.2016                  Drissenplatzfest
18.09.2016                  Weltkindertag

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Jahresbericht
Deutscher Kinderschutzbund e.V. Recklinghausen
Mai 2015 bis März 2016


Jahresbericht Mai 2015 bis März 2016

Inhaltsverzeichnis:


1. Vorstand und Mitarbeiterinnen

2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

2.1.     Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde
2.2      Begleiteter Umgang
2.3.    Offene Beratung im Familienrecht
2.4.    Kindermittagstisch / Kinderabendbrot
2.5.    Spieltreff DKSB
2.6.    Mädchengruppe
2.7.    Jungengruppe
2.8.    Jugendtreff
2.9.    Kabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)

3.    Projekte

3.1.     Familienküche

3.2.    Schokoladenprojekt


4. Teilnahme an Arbeitskreisen


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2015/16


1. Vorstand und Mitarbeiter

Vorstand

Vorsitzender                                      Hans Günter Sorger
Stellvertretende Vorsitzende          Peter Specka
Schatzmeister                                  Jessica Engler
Schriftführerin                                   nicht besetzt

Beisitzerinnen                                  Christa Anton
                                                            Aline Strutz
                                                            Petra Thum

Kassenprüfer                                   Marion Weber, Carsten Sorger

Mitarbeiterinnen   
         
Diplom Sozialwissenschaftlerin              Denise Anton
Staatl. anerkannte Sozialarbeiterin         Marie-Christin Oneschkow
Praktikantin (Studium der Soz.Arbeit)     Ayse Yilmaz (23.02. – 26.09.2015)
Praktikant(Studium der Soz.Arbeit)          Dennis Orlando (15.04.15 – 06.04.2016) 
                       
Nebenamtliche Mitarbeiter/Innen

Petra Thum                  Krabbelgruppe / Elterncafé

Raumpflege                  Stefanie Anton


Mitglieder DKSB Recklinghausen: 65 (Stand 30.06.2016)


2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes


2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde

Die Beratung Hilfesuchender, aus dem ganzen Kreis Recklinghausen, erfolgt sowohl persönlich, als auch per Telefon, dabei liegt der Fokus auf der Stadt Recklinghausen sowie den Anwohnern der Breuskesbachsiedlung.

Vorrangige Problemfelder dabei sind:

-    Erziehungsfragen
-    Fragen zu Trennung und Scheidung bzw. begleitetem Umgang
-    Fremdmeldungen bezüglich Kindeswohlgefährdung

In den meisten Fällen kann den Hilfesuchenden direkt geholfen werden, indem Lösungsvorschläge unterbreitet werden oder der Kontakt zu andere Fachstellen (z.B. Erziehungsberatung Vest) hergestellt wird. Anlässe, aus denen sich Erwachsene oder Kinder und Jugendliche an den Kinderschutzbund wenden sind:

-    Umgangsrecht bei geschiedenen Eltern (hierbei auch vermehrt Väter und
      Großeltern, Verweigerung der Kindesmutter zu Besuchskontakten),
-    Gewalt gegen Kinder
-    Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden (hier besonders mit dem Jugendamt und Schulen),
-    Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Kindern,
-    Überforderung im Erziehungsalltag,
-    Schulden (Hartz IV),
-    Suche nach Beratungsstellen für Erziehungsfragen
-    Erziehungsschwierigkeiten ( Drogen, Computerspiele + Internet, Pubertät)

Anzahl der Beratungskontakte im Berichtzeitraum ca. 80, sowohl telefonisch als auch persönlich.


2.2. Begleiteter Umgang

In der Zeit von Mai 2015 bis März 2016 gab es 14 Familien, welche die Besuchsbegleitung des Kinderschutzbundes in Anspruch genommen haben.
Das Alter der begleiteten Kinder liegt zwischen wenigen Monaten und 12 Jahren.
Die meisten Anfragen kommen von Mitarbeitern des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, mittlerweile aber auch direkt durch die Gerichte und  auch von den Eltern selbst. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen liegt in der Regel in den Händen der Eltern, was eine enorme Herausforderung für Trennungspaare bedeutet.
Im Durchschnitt werden 5 Begleitete Kontakte durchgeführt, in denen die Elternteile angeleitet werden die Kontakte zukünftig selbstständig zu regeln, was in der Regel auch gelingt. Es gibt aber auch Ausnahmefälle (z.B. bei Pflegekindern) bei denen die Besuchsbegleitung dauerhaft durchgeführt wird.
Die Zusammenarbeit mit dem Recklinghäuser Jugendamt verläuft dauerhaft gut.


2.3. Offene Beratung im Familienrecht

Auch in den Jahren 2015 & 2016 bietet unser Vorstandsmitglied Aline Strutz (Anwältin) eine Beratung im Bereich Familienrecht an. Diese offene Beratung fand im Jahr 2015 wieder einmal monatlich (jeweils am zweiten Montag des Monats) in den Räumen des Kinderschutzbundes statt. Ab 2016 findet das Angebot immer am ersten Montag des Monats in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr statt.

Dieses Angebot soll alle Menschen in Recklinghausen ansprechen, was vor allem durch stadtweite Werbung angestrebt wird (Zeitung, stadtweite Zeitschrift für Eltern).
Die Beratung erfolgt ohne Anmeldung und ist vertraulich.

Es werden Probleme vor allem im Bereich Trennung, Scheidung und Kindschaftsrecht besprochen und praktische Hinweise gegeben. Bei Problemen oder Fragestellungen aus anderen Rechtsbereichen werden Informationen weitergegeben und Kontaktstellen (z.B. Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale, Mieterschutzbund) genannt.
Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos. Gerne kann aber eine Spende an den Kinderschutz hinterlassen werden.

Termine 2015:
12.01.2015        09.03.2015        11.05.2015        10.08.2015       09.11.2015
09.02.2015         13.04.2015        08.06.2015        14.09.2015       14.12.2015

Termine 2016:
04.01.2016        07.03.2016        02.05.2016        04.07.2016       07.11.2016
01.02.2016        04.04.2016        06.06.2016        05.09.2016      05.12.2016              
                                    

                    
2.4. Kindermittagstisch / Kinderabendbrot

Der Kinderschutzbund bot bis zum Sommer 2015 immer dienstags in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr eine kostenloses Mittagessen für Kinder an.
Auf Grund massiv steigender Kosten, aber auch zunehmender Ansprüche der Kinder an die angebotenen Mahlzeiten wurde dieses Angebot zu den Sommerferien 2015 hin eingestellt, um das Konzept zu überdenken.
Seit September 2015 gibt es als Alternativangebot das „Abendbrot“ donnerstags von 18:00 bis 19:00: Hier können sich die Besucher Brote mit Belägen ihrer Wahl zubereiten, dazu wird Rohkost gereicht. Das Angebot ist offen für alle und kostenlos. Aufgrund der hohen Anzahl muslimischer Besucher wird hier verstärkt auf Schweinefleischfreie Produkte geachtet.
Das Angebot hat sich mittlerweile herumgesprochen, so dass regelmäßig zwischen 20 und 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 13 Jahren in mehreren Etappen daran teilnehmen.
Auch in diesem Angebot wird weiterhin auf das Benehmen am Tisch geachtet, zu dem wird die Kompetenz der eigenen Zubereitung eines Butterbrotes gefördert – es wurde deutlich, dass diese auch bei älteren Kindern nicht gegeben ist.


2.5. Spieltreff DKSB (XD-Treff)

Der Spieltreff findet auch weiterhin wöchentlich donnerstags von 16:00 bis 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten des DKSB statt. Es findet auf kostenfreier und freiwilliger Basis statt und richtet sich an die Mädchen und Jungen der Breuskesbachsiedlung zwischen 5 und 10 Jahren.


Teilnehmerstruktur und  Konzept
Der Spieltreff wird von etwa 25 bis 35 Kindern der Breuskesbachsiedlung und Umgebung regelmäßig genutzt. Momentan setzt sich die Gruppe überwiegend aus 5-8 Jährigen zusammen, ihnen ist freigestellt, womit sie sich während der Gruppe beschäftigen:
Aufgrund der weiterhin eher jüngeren Teilnehmerstruktur sind nach wie vor der Kaufladen und die Puppenecke, sowie der Legoteppich und das Playmobil Spielorte erster Wahl. Dabei ist keine Geschlechterkontrolle erkennbar. Der Bastelschrank und die Wii spielen momentan im Alltag der Gruppe keine Rolle, Brett – und Kartenspiele sind dagegen sehr beliebt und werden von den Kindern nach Einleitung der Gruppenleitung eigenständig gespielt.
Die Zubereitung eines Snacks ist weiterhin fester Bestandteil des Angebots; so wird meist Rohkost mit den Kindern zusammen zubereitet und angerichtet.
Die Gruppenleitung begleitet die Spiele der Kinder und greift lediglich bei Konflikt-Situationen oder Fragen ein. Neu ist, dass das Aufräumen als gemeinsame Aktion gegen Ende des Angebotes eingeführt werden musste, da die Kompetenzen zum eigenständigen Aufräumen in der jetzigen Gruppe erst gefördert werden muss. Auch dies liegt an der Teilnehmerstruktur aus vor allem jüngeren Kindern, die unser Repertoire für ausgedehnte Spielsituationen in Interaktion miteinander nutzen und dabei oft die Zeit und alles andere vergessen.

Problemlagen
Die Gruppe der  sechs bis acht Neuzugänge des letzten Jahres sorgt weiterhin für Spannungen in der Gruppe, da diese sich in ihrem Sozialverhalten als sehr schwach und nicht altersgemäß erwiesen und im Gruppenalltag eine enge Betreuung benötigen. Diese ist jedoch nicht immer gewährleistet bei einer Betreuung von 1:30, sodass zum Schutz der anderen Kinder auch schon temporäre Hausverbote erteilt werden mussten.   
Die gemeinsamen Aufräumaktionen beanspruchen einen erheblichen Zeitraum des Angebotes und erfolgen unter strikten Anweisungen, da angemessenes Verhalten im Umgang mit Spielzeug und Ordnung nahezu allen Teilnehmern nicht bewusst zu sein scheint.
Es ist immer noch wichtig, den Kindern ethisch und moralisch vertretbare Handlungsweisen gerade in Konfliktsituationen und im Umgang miteinander vorzuleben und mitzugeben, da dies durch die Familien nicht mehr gewährleistet ist.
Der bisher erarbeitete respektvolle Umgang untereinander ist nur schwer wieder zu erreichen und gerade den Neuzugängen nicht immer dauerhaft zu vermitteln – so kam es auch schon zu tätlichen Auseinandersetzungen mit der Gruppenleitung.
Problematisch ist nach wie vor die bestehende Größe der Gruppe, da so die Snacks aus finanziellen Gründen eher klein gehalten werden müssen und verschiedene Ecken des DKSB (wie die Puppenecke und der Kaufladen) oftmals überfüllt sind, was zu Streitigkeiten und Konflikten führt.


2.6. Mädchengruppe

Die Mädchengruppe findet wöchentlich freitags von 16:30 bis 18:30 Uhr im Kinderschutzbund statt. Es handelt sich um ein offenes, also kostenfreies und freiwilliges Angebot. Seit April 2015 wird dieses Angebot von einer Ehrenamtlichen selbstständig durchgeführt – seit September 2015 wird sie dabei von einer weiteren Ehrenamtlichen unterstützt. Die Leitung des Angebotes durch zwei ehrenamtliche Leitungen, die durch eine pädagogische Fachkraft von Zeit zu Zeit begleitet werden, ist bei der nach wie vor hohen Frequentierung (siehe unten) innerhalb des Viertels auch sehr sinnvoll.


Teilnehmerstruktur
Die Kerngruppe besteht mittlerweile aus 20 Mädchen, die das Angebot regelmäßig nutzen. Insgesamt nehmen bis zu 30 Mädchen im Alter von 4 bis 12 Jahren an der Mädchengruppe teil. Ein Großteil der älteren Mädchen ist mittlerweile aufgrund anderer Aktivitäten oder verlängerter Schulzeiten weggebrochen, es sind jedoch zahlreiche Mädchen im Alter von 5-8 nachgerutscht.
Die Eltern der Mädchen verfügen dabei meist über einen türkischen, russischen oder polnischen Migrationshintergrund, dem sie sich auch verbunden fühlen. Durch Werbung der Mädchen in der Schule hat sich das Einzugsgebiet über die Wohnsiedlung der Blumenthalallee hinaus erweitert und es nehmen immer mehr deutsche Mädchen das Angebot wahr. Nach den Sommerferien stießen 5-7 deutsche Mädchen zur Gruppe hinzu, die in der Schule durch Freunde von dem Angebot erfahren hatten.

Konzept und Ablauf
Zu Beginn der Gruppe wird – aufgrund der Gruppengröße -  gemeinsam mit einem wechselnden Teil der Mädchen eine Kleinigkeit gekocht. Dem Rest der Gruppe steht diese Zeit zum freien Spiel zur Verfügung. Beim anschließenden Essen werden Snack und Aktivität für die nächste Woche festgelegt; so nehmen die Mädchen aktiv an der Gruppengestaltung teil und lernen auch kompromissbereit zu sein.
Die Aktivitäten erstrecken sich von Kreativangeboten über sportliche Aktivitäten bis hin zu gruppendynamischen Spieleolympiaden.
Der Bedarf an Einheiten des Freispiels ist nach wie vor hoch, so dass geplante Aktionen je nach Situationslage auch spontan ausfallen, um den Bedürfnissen der Mädchen gerecht zu werden. Dies liegt vor allem an der momentan eher jungen Gruppenstruktur.

Problemlagen
Die Hauptproblematik der Mädchengruppe liegt mittlerweile lediglich in der Gruppenstärke: Beim Essen, Brettspielen oder Bastelangeboten gibt es nur begrenzt Platz
Außerdem ist durch die Größe der Gruppe das Budget des Angebotes meistens überschritten, so dass die zubereiteten Snacks und durchgeführten Aktionen zurückgefahren werden mussten. Durch die junge Gruppenstruktur ist auch in diesem Angebot das Freispiel sehr beliebt und Kleingruppen verlagern sich innerhalb der Einrichtung.
Gruppeninterne Konflikte gibt es nur noch selten, es werden jedoch einzelne Mädchen ausgegrenzt – hier gilt es intervenierend einzugreifen und durch gezielte Gruppenangebote dagegen zu arbeiten.


2.7. Jungengruppe

Seit Anfang 2015 führt der Praktikant Dennis Orlando – ein Student der Sozialen Arbeit – dieses offene und kostenfreie Angebot in den Räumen des DKSB RE durch. Das Angebot findet weiterhin mittwochs von 16:15 – 18:15 Uhr statt; bedingt durch die Arbeitszeiten des  Praktikanten kam es hier jedoch immer wieder zu Unregelmäßigkeiten. Dennis Orlando beendet sein Praktikum voraussichtlich Mitte April 2016. Eine Nachfolge ist bis zum jetzige Zeitpunkt noch nicht gefunden, so dass das Angebot wieder in den Verantwortungsbereich der pädagogischen Fachkraft übergeht.


Teilnehmerstruktur und Konzept
Die Jungengruppe wurde anfangs von bis zu 20 Jungen von 5 bis 13 Jahren besucht, mittlerweile sind es noch 10 – 15 Teilnehmer; mehr dazu unter Problemlagen. Das Angebot findet abwechselnd in den Räumen des DKSB oder auf den umliegenden Spielplätzen oder Fußballplätzen statt;  die Teilnehmer stammen alle aus der umliegenden Siedlung und verfügen über eine Vielzahl verschiedener Migrationshintergründe.
Die Konzeption ähnelt der der Mädchengruppe; den Kindern wird ein kleinerer Snack gereicht und das Gruppenangebot ihren Interessen nach gestaltet.
So finden häufig Fußball- oder Kickerturniere oder Wettbewerbe an der Wii statt. Ansonsten ist auch in dieser Großgruppe das Freispiel sehr beliebt, in dem sich die Jungen innerhalb ihrer Altersgruppen mit Lego oder anderen Spielangeboten de DKSB beschäftigen.

Problemlagen
Aufgrund der unterbrochenen Durchführung dieses Angebotes haben die Jungen eine verbindliche Teilnahme bei Dennis Orlando noch nicht verinnerlicht. Die unregelmäßigen Anfangszeiten und oft langen Schulzeiten hat diese Problematik noch verstärkt, sodass ein Teil der jungen Gruppe eingebrochen ist. Es soll in Zukunft daran gearbeitet werden, wieder eine verbindliche Struktur in das Angebot zu bringen und den Stamm der teilnehmenden Jungen wieder zu vergrößern.


2.8. Jugendtreff

Der Jugendtreff  findet immer freitags zwischen 18:30 und 20:30 Uhr statt, was bei den Jugendlichen auf großen Zuspruch trifft, da sie oftmals keine konkrete Abendplanung haben. Da dieses Angebot sich an die Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren richtet, bleibt jedoch die Gruppe der über  18-Jährigen noch immer ohne Anlaufstelle in der Siedlung. Das Angebot wird durch die pädagogische Fachkraft der Einrichtung durchgeführt.

    
Teilnehmerstruktur und Konzept
Der Jugendtreff findet Hauptraum des DKSB statt, das der Keller nach den Umbauarbeiten aufgrund eines fehlenden Notausganges nicht mehr für Gruppenangebote nutzbar ist. Es hat sich eine feste Gruppenstruktur von 8 bis 10 Jungen und Mädchen gebildet, die wechselnde Freunde mitbringen. Diese kommen überwiegend aus der Breuskesbachsiedlung.
Im Jugendtreff gibt es kein strukturierendes Gruppenprogramm, den Jugendlichen wird der von ihnen gewünschte Freiraum gelassen.
Aktionen werden vorher besprochen. Fester Bestandteil des Angebots ist lediglich die gemeinsame Zubereitung eines kleinen Snacks. Die Gruppenleitung dient letztlich als Ansprechpartnerin und gibt dem Angebot eine koordinierende Struktur vor – die Ausgestaltung übernehmen die Jugendlichen selbst.
Die Jugendlichen nutzen die Zeit, sich ungestört auszutauschen, in letzter Zeit häuften sich auch politisch interessierte Diskussionen (z.B. nach den Anfängen von Pegida), in die die Gruppenleitung miteinbezogen wird.

Problemlagen
Seit Mitte 2015 kam es vermehrt zu heftigen Auseinandersetzungen der männlichen Jugendlichen mit der Gruppenleitung aufgrund vorheriger Gruppeninterner Konflikte, sodass mehrfach befristete Hausverbote und Gruppengespräche angeordnet werden mussten.
Da sich die Mädchen durch diese Geschehnisse zunehmend belästigt fühlten, wurde der Jugendtreff ab September 2015 gezwungener Maßen geschlechtergetrennt durchgeführt, so dass beide Seiten das Angebot im zweiwöchigen Rhythmus nutzen konnten. Die Situation entspannte sich über den Winter merklich und Hauptakteure der Auseinandersetzungen wurden festgestellt, sodass seit Februar 2016 wieder alle gleichzeitig am Jugendtreff teilnehmen können.
Mit einzelnen Teilnehmern ist der Umgang innerhalb der Gruppe weiterhin schwierig, da auch die Autorität der Gruppenleitung nicht anerkannt und Gruppenregeln nicht befolgt werden; hier kommt es weiterhin zu Hausverbotsregelungen.


2.9. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)

Die Krabbelgruppe ist ein Angebot des Kinderschutzbundes für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und findet donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Krabbelgruppe wird von der Kindertagesmutter Petra Thum und bis September 2015 von der Praktikantin Ayse Yilmaz geleitet und begleitet. Die Krabbelgruppe besteht aus 11 Müttern mit ihren Kindern. Auch in dieser Gruppe sind die Nationalitäten bunt gemischt.
In der Krabbelgruppe haben Kinder und Mütter gemeinsame Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse. Die Mütter bekommen hier Anregungen für die körperliche, geistige, kreative und emotionale Entwicklung ihrer Kinder. Außerdem können sich die Mütter untereinander austauschen, Hilfe anbieten und neue Erfahrungen sammeln.
Da die Kinder durch diese Gruppe mindestens einmal in der Woche mit gleichaltrigen Kindern zusammen sind, wird das soziale Verhalten gestärkt, die Kreativität und der Bewegungsdrang mit Musik und Gesang gefördert. Motorische Übungen wie hüpfen, kriechen und klettern sollen gestärkt werden. Sie lernen Gruppenregeln zu akzeptieren und sich in der Gruppe frei zu bewegen. Reime, Lieder, Spiele, Bücher und das sich verständigen in der Gruppe erweitern die sprachliche Kompetenz.


3. Projekte

3.1. Familienküche (satt, gesund & günstig)

Im Frühjahr 2011 startete in Zusammenarbeit mit dem Vestischen Gesundheitsdienst der Kreisverwaltung Recklinghausen, dem Bildungsbüro der Stadt Recklinghausen sowie dem AWO-Familienzentrum Blumenthalallee Recklinghausen das Kochprojekt „Satt, gesund und günstig“. Da dieses Projekt sehr gut angenommen wurde, wird es seit Winter 2011/2012 von den Projektpartner Kinderschutzbund und AWO-Familienzentrum Blumenthalallee bis zu den Sommerferien 2015 weiter geführt. Ziel des Projekts ist es, den Müttern aus unserem Stadtteil eine gesunde und günstige Küche näher zu bringen.


Zu jedem Jahresende wird eine Befragung der Teilnehmerinnen durchgeführt, dabei ist jedes Mal heraus gekommen, dass sie die Atmosphäre in der Gruppe toll finden und diese sehr von Vertrauen geprägt war. Die Teilnehmerinnen waren durchweg zufrieden, weil nicht nur die Gerichte gesund, lecker und günstig waren, sondern auch persönliche Gespräche über Familie, Erziehung, Arbeit und Gesundheit besprochen werden konnten und man sich gegenseitig unterstützte. Es wurde berichtet, dass die Mütter die Gerichte Zuhause schon nachgekocht haben (zu jedem gekochten Gericht erhalten die Mütter die passende Rezepte), was wir als vollen Erfolg des Projekts auslegen.     

Aufgrund der finanziellen Situation des Kinderschutzbundes wurde das Projekt zu den Sommerferien 2015 beendet. Wir hoffen, dass wir neue Sponsoren finden und ggf. nach unserem Umzug 2016 einen neuen Anlauf starten können.           

Termine 2015:
05.02.2015        16.04.2015    
12.02.2015        23.04.2015        
19.02.2015        30.04.2015        
26.02.2015        07.05.2015        
05.03.2015        21.05.2015                
12.03.2015        28.05.2015        
19.03.2015        11.06.2015        
26.03.2015 
       

 
3.2. Das Schokoladen-Projekt

„Das Schokoladen – Projekt“, gefördert vom LWL, wurde vom 05.10.2015 bis zum 08.10.2015 in den Räumen des DKSB RE e.V durchgeführt,  es nahmen 11 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren teil; davon 8 Mädchen und 3 Jungen.


Am Vormittag des ersten Tages wurde den Kindern der Film „Schmutzige Schokolade“ von Miki Mistrati (2010) als Einstieg vorgeführt;  die im Film thematisierte Kinderarbeit verursachte eine tiefe Betroffenheit unter den Teilnehmern und führte direkt zu Anfang zu einer Diskussion über Kinderarbeit im Allgemeinen. Darüber hinaus wurden sie sich bewusst, dass sie sich  trotz aller eigener Probleme – auch auf Grund bestimmter religiöser Zugehörigkeiten, Stigmatisierungen durch ihr Elternhaus oder ihren Wohnort, in einer messbar privilegierteren Situation befinden: Die Teilnehmer führten auf, dass sie nicht selbst für ihren Lebensunterhalt oder den ihrer Familie hart arbeiten gehen müssen und zahlreiche Wahlmöglichkeiten im Leben haben, auch wenn es sich oftmals nicht so anfühlt.
Nach Einführung der Bücher „Wie wurde meine Schokolade gemacht?“ von Karin Harel (2011) und „Schokolade – Kopiervorlagen mit Arbeitsblättern“ von Caroline Rudolph (2014), die noch einmal leicht verständlich die einzelnen Produktionsschritte der Schokolade erläutern, wurde zudem über die bereits im Film beschriebenen globalen Folgen des Schokoladenkonsums angerissen.
Im Anschluss daran wurden die einzelnen Kennzeichnungen z.B. Fairtrade Siegel noch einmal vertiefend mit den Kindern besprochen, bevor der Themenbereich der Kinderarbeit und speziell der Kinderrechte am Nachmittag noch einmal Schwerpunkt wurde. Gerade in der Vertiefung der Kinderrechte zeigt sich, dass fast alle Teilnehmer nichts über ihre Rechte und die weltweite Gültigkeit der UN – Kinderrechtskonvention wissen.
In der Ideenwerkstatt als inhaltlicher Abschluss des Projektes fordern die Teilnehmer die dauerhafte Verwendung von Fair Trade – Produkten in der Einrichtung des DKSB RE  - auch über den Bereich der Schokolade hinaus. Sie wollen die erworbenen Bücher und Infomaterialien fest in der Einrichtung platzieren, um die erlernten Informationen auch anderen Einrichtungsbesuchern zugänglich zu machen.
Am Vormittag des letzten Projekttages haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die theoretisch erarbeiteten Kenntnisse über die Herstellung der Schokolade und den damit verbundenen mühsamen Zeitaufwand praktisch zu erleben, denn es wurde gemeinsam Trinkschokolade hergestellt:
Sie pulen die vorher 30 Minuten gerösteten Kakaobohnen für die Trinkschokolade selbst und verfolgen alle Produktionsschritte bis zum Endprodukt mit. Alle sind überrascht, dass die Trinkschokolade völlig anders schmeckt als der herkömmliche Kakao; er ist bitterer und erst nach erheblicher Zuckerzugabe süßlich. Es wird deutlich, wieviel Zucker oftmals in den günstigen Fertigprodukten steckt und wie wenig sie mit der herkömmlichen Kakaobohne zu tun haben.

Als Projektergebnisse lassen sich abschließend folgende festhalten: den  Kindern wird überhaupt erst bewusst, dass Schokolade ursprünglich aus Kakaobohnen besteht, wie diese aussehen und wo sie wachsen. Ihnen wird der lange Produktionsweg vermittelt und  der feste Bestandteil der Kinderarbeit vor Augen geführt. Diese Erkenntnisse  als Aufhänger führten zur Auseinandersetzung mit der eigenen privilegierten Situation und der Thematik der Kinderrechte im Allgemeinen, über die keine Vorkenntnisse vorhanden waren. Es kam zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum und dem Kennenlernen von Produktalternativen sowie der realistischen Einschätzung der Umsetzung im eigenen Alltag.


4. Teilnahme an Arbeitskreisen

- AK Weltkindertag

Kooperation mit Unicef und Stadt Recklinghausen (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Familienbüro und dem  Fachbereich Sport)

-  AK Ferienprogramm
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

-  AK Gegen Gewalt gegen Kinder  beim Landesverband DKSB – NRW in Wuppertal

-  AK Begleiter Umgang beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

-  AK der hauptamtlichen Geschäftsführer beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

-  AG 78  (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Erziehungshilfe)

-  Netzwerktreffen aller Einrichtungen und Stellen in RE, die mit dem Thema
„Trennung und
Scheidung“ betreut sind

-  Kooperationszirkel des Kreisgesundheitsamtes

- Stadtteilarbeit / Stadtteilrunde mit Vivawest, Revag e.V., AWO FZ, AWO SZ, SPD, CDU,
 IGBCE

- Projekt „Kom(m)a klar“
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

Außerdem nehmen Marie-Christin Oneschkow  und Denise Anton als Vertreterinnen des DKSB an den Ausschusssitzungen des Ratsausschusses für den Themenschwerpunkt „Kinder, Jugend und Familie“ teil.


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2015/16


2015

30.05.2015             Kinderfest Kanzlei Strutz
20.06.2015             Musikschulfest
21.07.2015             Ferienaktion Star Wars
22.07.2015             Ferienaktion Star Wars
23.07.2015             Ferienaktion Ketteler Hof
24.07.2015             Ferienaktion Hexen & Zauberer
31.07.2015             Ferienaktion Movie World

07.08.2015             Gemeinsamer Ausflug mit Vivawest und Bewohnern in den Zoom GE
10.08.2015             Ferienaktion Irrland
15.08.2015             Sommerfest AWO Seniorenzentrum
29.08.2015             Straßenfest auf der Blumenthalallee
20.09.2015             Weltkindertag in der Vestlandhalle unter erstmaliger Leitung des                                    Kinderschutzbundes
26.09.2015             Drissenplatzfest
30.10.2015             Halloweenparty
26.11.2015             Feier  35 Jahre Kinderschutzbund Recklinghausen
13.12.2015            Geschenkebaum auf dem Weihnachtsmarkt

2016

25.01.-04.02.2016      Kom(m)a Klar! Aktionswoche

12.03.2016                 „RE putzt sich raus“ – Putzaktion
21.05.2016                  Kinderfest Kanzlei Strutz
02.07.2016                  Musikschulfest
03.07.2016                  Kindertag beim Public Viewing auf dem Rathausplatz
11.07.2015                  Ferienaktion Star Wars
13.07.2015                  Ferienaktion Star Wars
15.07.2015                  Ferienaktion Movie World
18.07.2015                  Ferienaktion Archäologischer Park Xanten
22.07.2015                  Ferienaktion Irrland
25.07.2015                  Ferienaktion Fort Fun
27.07.2015                  Ferienaktion Kinder am Kanal
03.09.2016                  Straßenfest Auf den Flachsbeckwiesen
10.09.2016                  Drissenplatzfest
18.09.2016                  Weltkindertag   ____________________________________________________________________________________

Jahresbericht
Deutscher Kinderschutzbund e.V. Recklinghausen

Mai 2014 bis Mai 2015

Jahresbericht Mai 2014 bis Mai 2015

Inhaltsverzeichnis:
1. Vorstand und Mitarbeiterinnen
2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes
2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde
2.2 . Begleiteter Umgang
2.3. Offene Beratung im Familienrecht
2.4. Kindermittagstisch 
2.5. Spieltreff DKSB 
2.6. Mädchengruppe 
2.7. Jungengruppe 
2.8. Jugendtreff 
2.9. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)
2.10. Elterncafé bis Ende 2014 
3. Projekte 
3.1. Familienküche 
3.2. Veganics 
3.3. Web-Chiefs 
4. Teilnahme an Arbeitskreisen 
5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2014/15 

1. Vorstand und Mitarbeiter 
Vorstand 
Vorsitzender: Hans Günter Sorger
Stellvertretende Vorsitzende: Heike Daute
Schatzmeister: Bernd Daute
Schriftführerin: Inge Sticht

Beisitzerinnen:
Christa Anton
Aline Strutz
Petra Thum 

Kassenprüfer: Brigitte Droste, Marion Weber

Mitarbeiterinnen: 
Diplom Sozialwissenschaftlerin Denise Anton
Staatl. anerkannte Sozialarbeiterin Marie-Christin Oneschkow
Praktikantin (Studium der Soz.Arbeit) Ayse Yilmaz (23.02. – 26.09.2015)
Praktikant(Studium der Soz.Arbeit) Dennis Orlando (15.04.15 – Sommer 2016)

Nebenamtliche und
Ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen: 
Petra Thum Krabbelgruppe / Elterncafé 
Heike Daute Kochprojekt / Kindermittagstisch / Elterncafé (bis 30.06.2014) 
Raumpflege: Stefanie Anton

 Mitglieder DKSB Recklinghausen: 67 (Stand 30.05.2015)

 2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

 2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde
Die Beratung Hilfesuchender, aus dem ganzen Kreis Recklinghausen, erfolgt sowohl persönlich, als auch per Telefon, dabei liegt der Fokus auf der Stadt Recklinghausen sowie den Anwohnern der Breuskesbachsiedlung.
Vorrangige Problemfelder dabei sind: 
- Erziehungsfragen
- Fragen zu Trennung und Scheidung
- Fremdmeldungen bezüglich Kindeswohlgefährdung 
In den meisten Fällen kann den Hilfesuchenden direkt geholfen werden, indem Lösungsvorschläge unterbreitet werden oder indem der Kontakt zu andere Fachstellen (z.B. Erziehungsberatung Vest) hergestellt wird. Anlässe, aus denen sich Erwachsene oder Kinder und Jugendliche an den Kinderschutzbund wenden sind: 
- Umgangsrecht bei geschiedenen Eltern (hierbei auch vermehrt Väter und
Großeltern, Verweigerung der Kindesmutter zu Besuchskontakten),
- Gewalt gegen Kinder
- Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden (hier besonders mit dem Jugendamt und Schulen),
- Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Kindern,
- Überforderung im Erziehungsalltag,
- Schulden (Hartz IV),
- Suche nach Beratungsstellen für Erziehungsfragen
- Erziehungsschwierigkeiten ( Drogen, Computerspiele + Internet, Pubertät) 

Die Sozialsprechstunde des Kinderschutzbundes wird mal mehr, mal weniger angenommen. Hauptberatungsfeld sind Anträge oder Informationen zum SGB I und II, Fragen zu Mietvertrag, Nebenkosten und Mieterhöhungen, sowie dem Umfeld/Bauarbeiten in der Breuskesbachsiedlung. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit, Menschen zu Ämtern und Behörden zu begleiten.
Anzahl der Beratungskontakte im Berichtzeitraum ca. 100, sowohl telefonisch als auch persönlich. 

Am 27.02.2015 konnten wir eine besondere Unterstützung bieten. Das Deutsche Rote Kreuz, welches die Flüchtlinge in der Kuniberg-Sporthallte betreute, bat uns um Hilfe bei der Versorgung von Familien und Kindern mit Spielzeug. Da wir aufgrund der allgemeinen Flüchtlingslage bereits vor Weihnachten von der Geschenkebaum-Aktion einen Teil der gespendeten Spielsachen gelagert hatten, konnten wir Ende Februar schnell und unbürokratisch helfen und zwei Autoladungen voll Spielzeug zur Verfügung stellen. 

2.2. Begleiteter Umgang
In der Zeit von Mai 2014 bis Mai 2015 gab es 13 Familien (bis März 2015), welche die Besuchsbegleitung des Kinderschutzbundes in Anspruch genommen haben.
Das Alter der begleiteten Kinder liegt zwischen wenigen Monaten und 12 Jahren.
Die meisten Anfragen kommen von Mitarbeitern des Fachbereichs, aber auch von den Eltern selbst. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen liegt in der Regel in den Händen der Eltern, was eine enorme Herausforderung für Trennungspaare bedeutet.
Im Durchschnitt werden 5 Begleitete Kontakte durchgeführt, in denen die Elternteile angeleitet werden die Kontakte zukünftig selbstständig zu regeln, was in der Regel auch gelingt. Es gibt aber auch Ausnahmefälle (z.B. bei Pflegekindern) bei denen die Besuchsbegleitung dauerhaft durchgeführt wird.
Die Zusammenarbeit mit dem Recklinghäuser Jugendamt verläuft weiterhin gut. 

2.3. Offene Beratung im Familienrecht 
Auch in den Jahren 2015 & 2015 bietet unser Vorstandsmitglied Aline Strutz (Anwältin) eine Beratung im Bereich Familienrecht an. 
Diese offene Beratung fand im Jahr 2014 wieder einmal monatlich (jeweils am letzten Montag des Monats) in den Räumen des Kinderschutzbundes statt. Ab 2015 findet das Angebot immer am zweiten Montag des Monats in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr statt.
Dieses Angebot soll alle Menschen in Recklinghausen ansprechen, was vor allem durch stadtweite Werbung angestrebt wird (Zeitung, stadtweite Zeitschrift für Eltern).
Die Beratung erfolgt ohne Anmeldung und ist vertraulich. 

Es werden Probleme vor allem im Bereich Trennung, Scheidung und Kindschaftsrecht besprochen und praktische Hinweise gegeben. Bei Problemen oder Fragestellungen aus anderen Rechtsbereichen werden Informationen weitergegeben und Kontaktstellen (z.B. Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale, Mieterschutzbund) genannt.
Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos. Gerne kann aber eine Spende an den Kinderschutz hinterlassen werden. 
Termine 2014:
27.01.2014 31.03.2014 26.05.2014 25.08.2014 27.10.2014
24.02.2014 28.04.2014 30.06.2014 29.09.2014 24.11.2014 & 22.12.2014 

Termine 2015:
12.01.2015 09.03.2015 11.05.2015 10.08.2015 09.11.2015
09.02.2015 13.04.2015 08.06.2015 14.09.2015 14.12.2015 



2.4. Kindermittagstisch
Der Kinderschutzbund bietet immer dienstags in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr eine kostenloses Mittagessen für Kinder an.

Das Angebot wird sehr gut von den Kindern der Siedlung genutzt, wöchentlich werden so zwischen 20 und 35 Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Das Alter der Kinder liegt zwischen 3 und 14 Jahren, oft bringen die älteren Kinder ihre kleineren Geschwister mit. 

Die Kindergruppe ist sehr heterogen, so gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch deutschstämmige. Viele Kinder besuchen den AWO Kindergarten, die Hohenzollern-Grundschule oder die Gesamtschule n Nord oder KKS, es gibt aber auch Kinder die die Realschule oder ein Gymnasium besuchen.
In der Regel wird darauf geachtet, dass gesunde Mahlzeiten frisch zubereitet werden, jedoch wird ab und an den Essenswünschen der Kinder „nachgegeben" und so auch mal Chicken-Nuggets oder Pommes angeboten. Teil des Konzepts ist es auch das Benehmen am Tisch zu üben, Rücksicht auf andere zu nehmen und unbekannte Lebensmittel zu testen. 

2.5. Spieltreff DKSB (XD-Treff)
Der Spieltreff findet auch weiterhin wöchentlich donnerstags von 16:15 bis 18:15 Uhr in den Räumlichkeiten des DKSB statt. Es findet auf kostenfreier und freiwilliger Basis statt und richtet sich an die Mädchen und Jungen der Breuskesbachsiedlung zwischen 6 und 10 Jahren. 

Teilnehmerstruktur und Konzept
Der Spieltreff wird von etwa 20 bis 25 Kindern der Breuskesbachsiedlung und Umgebung regelmäßig genutzt. Momentan setzt sich die Gruppe überwiegend aus 6-8 Jährigen zusammen, ihnen ist freigestellt, womit sie sich während der Gruppe beschäftigen:
Hoch frequentiert sind der Kaufladen und die Puppenecke, in denen die Kinder phantasievolle Rollenspiele entwickeln, mit denen sie sich über einen langen Zeitraum beschäftigen. So werden hier Familieneinkäufe und Restaurantbesuche von bis zu 10 Kindern gleichzeitig nachgestellt. Die Mehrzahl der Jungen verbringt die zwei Stunden konzentriert auf dem Legoteppich und lässt auch hier ihrer Phantasie freien Lauf.
Neuerdings wird auch der Mal- und Bastelschrank gerade von den Mädchen oft genutzt, wobei sich hier leider oft mangelnde Kompetenzen im Umgang mit Scheren oder anderen Bastelmaterialien offenbaren, denen nun mit gezielten Bastelaktionen begegnet werden soll.
Auch beim Spieltreff ist die Zubereitung eines Snacks fester Bestandteil des Angebots; so wird meist Rohkost mit den Kindern zusammen zubereitet und angerichtet.
Die Gruppenleitung begleitet die Spiele der Kinder und greift lediglich bei Konflikt-Situationen oder Fragen ein. Die Gesellschaftsspiele sind weiterhin hoch im Kurs und viele der Spiele werden von den Kindern nun selbstständig oder unter Anleitung Älterer durchgeführt.
Aufgrund mangelnden Interesses kommt die Wii zurzeit eher selten zum Einsatz, dies lässt sich aus der momentanen Gruppenstruktur erklären: die vorwiegend jüngeren Kinder nutzen unser Repertoire für ausgedehnte Spielsituationen in Interaktion miteinander, ohne den Einsatz von Elektronik. 

Problemlagen
Anfang Februar stieß eine Gruppe von sechs bis acht neuen Kindern zum Spieltreff dazu:
Gerade in den ersten Wochen führte dies zu einigen Spannungen, da ihnen das Regelwerk unserer Einrichtung noch nicht vertraut war und festetablierte Gruppen im Spieltreff sich von den Neuen gestört fühlten.
Mittlerweile haben sich die Wogen wieder geglättet und die „Alten Hasen" des Spieltreffs sind dazu übergegangen, die Neuen anzuleiten.
Die neuen Kinder verfügen über keinen Migrationshintergrund, in den Familien scheinen aber offensichtlich multiple Problemlagen vorhanden zu sein (fordern dauerhafte Aufmerksamkeit der Betreuer, Altersunangemessenes Verhalten, nicht altersgemäße Entwicklung).
Es wird immer wichtiger, den Kindern ethisch und moralisch vertretbare Handlungsweisen gerade in Konfliktsituationen und im Umgang miteinander vorzuleben und mitzugeben, da dies durch die Familien nicht mehr gewährleistet ist.
Der hart erarbeitete respektvolle Umgangston untereinander ist durch die veränderte Gruppenstruktur neu zu erarbeiten.
Problematisch ist nach wie vor die bestehende Größe der Gruppe, da so die Snacks aus finanziellen Gründen eher klein gehalten werden müssen und verschiedene Ecken des DKSB (wie die Puppenecke und der Kaufladen) oftmals überfüllt sind, was zu Streitigkeiten und Konflikten führt. Auch Bastelangebote und der sind bei der großen Gruppengröße nur bedingt möglich. 


2.6. Mädchengruppe
Die Mädchengruppe findet wöchentlich freitags von 16:15 bis 18:15 Uhr im Kinderschutzbund statt. Es handelt sich um ein offenes, also kostenfreies und freiwilliges Angebot. Seit November 2014 wird das Angebot neben der pädagogischen Fachkraft auch durch eine Ehrenamtliche begleitet, die die Gruppe ab April 2015 nun alleine durchführen wird. Dazu ist seit Februar 2015 die Praktikantin der Einrichtung bei diesem Angebot dabei. 

Teilnehmerstruktur
Die Kerngruppe besteht mittlerweile aus 15 Mädchen, die das Angebot regelmäßig nutzen. Insgesamt nehmen bis zu 20 Mädchen im Alter von 4 bis 12 Jahren an der Mädchengruppe teil. Ein Großteil der älteren Mädchen ist mittlerweile aufgrund anderer Aktivitäten oder verlängerter Schulzeiten weggebrochen, es sind jedoch zahlreiche Mädchen im Alter von 6-8 nachgerutscht.
Die Eltern der Mädchen verfügen dabei meist über einen türkischen, russischen oder polnischen Migrationshintergrund, dem sie sich auch verbunden fühlen. Durch Werbung der Mädchen in der Schule hat sich das Einzugsgebiet über die Wohnsiedlung der Blumenthalallee hinaus erweitert und es nehmen immer mehr deutsche Mädchen das Angebot wahr. 

Konzept und Ablauf
Zu Beginn der Gruppe wird – aufgrund der Gruppengröße - gemeinsam mit einem wechselnden Teil der Mädchen eine Kleinigkeit gekocht. Dem Rest der Gruppe steht diese Zeit zum freien Spiel zur Verfügung. Beim anschließenden Essen werden Snack und Aktivität für die nächste Woche festgelegt; so nehmen die Mädchen aktiv an der Gruppengestaltung teil und lernen auch kompromissbereit zu sein.
Die Aktivitäten erstrecken sich von Kreativangeboten über sportliche Aktivitäten bis hin zu gruppendynamischen Spieleolympiaden.
Der Bedarf an Einheiten des Freispiels ist nach wie vor hoch, so dass geplante Aktionen je nach Situationslage auch spontan ausfallen, um den Bedürfnissen der Mädchen gerecht zu werden. Dies liegt vor allem an der momentan eher jungen Gruppenstruktur. 

Problemlagen
Die Hauptproblematik der Mädchengruppe liegt mittlerweile lediglich in der Gruppenstärke: Beim Essen, Brettspielen oder Bastelangeboten gibt es nur begrenzt Platz
Außerdem ist durch die Größe der Gruppe das Budget des Angebotes meistens überschritten, so dass die zubereiteten Snacks und durchgeführten Aktionen zurückgefahren werden mussten. Durch die junge Gruppenstruktur ist auch in diesem Angebot das Freispiel sehr beliebt und Kleingruppen verlagern sich innerhalb der Einrichtung.
Gruppeninterne Konflikte gibt es nur noch selten, es werden jedoch einzelne Mädchen ausgegrenzt – hier gilt es intervenierend einzugreifen und durch gezielte Gruppenangebote dagegen zu arbeiten. 

2.7. Jungengruppe

Nachdem die Jungengruppe nicht stattfinden konnte, weil kein geeigneter Betreuer zur Verfügung stand, führte im Zeitraum von Februar 2014 bis Anfang 2015 der Student Jens Blömer das Gruppenangebot durch. Er übergab Anfang dieses Jahres die Gruppe an unseren Praktikanten Dennis Orlando; dieser plant unter anderem, interessierte Jungen in Form von Gitarrenunterricht an die Musik heranzuführen. Die Jungengruppe findet immer mittwochs von 16:15 bis 18:15 Uhr statt. 


Teilnehmerstruktur und Konzept
Die Jungengruppe wird von bis zu 20 Jungen von 5 bis 13 Jahren besucht und findet abwechselnd in den Räumen des DKSB oder auf den umliegenden Spielplätzen oder Fußballplätzen statt. Die Teilnehmer stammen alle aus der umliegenden Siedlung und verfügen über eine Vielzahl verschiedener Migrationshintergründe.
Die Konzeption ähnelt der der Mädchengruppe; den Kindern wird ein kleinerer Snack gereicht und das Gruppenangebot ihren Interessen nach gestaltet.
So finden häufig Fußball- oder Kickertuniere oder Wettbewerbe an der Wii statt. Ansonsten ist auch in dieser Großgruppe das Freispiel sehr beliebt, in dem sich die Jungen innerhalb ihrer Altersgruppen mit Lego oder anderen Spielangeboten de DKSB beschäftigen. 

Problemlagen
Aufgrund der unterbrochenen Durchführung dieses Angebotes haben die Jungen eine verbindliche Teilnahme bei Dennis Orlando noch nicht verinnerlicht. Dies wird durch die oft lange Schulzeit der Jungen und Zugehörigkeiten zu Fußballvereinen noch verstärkt, so dass an einer verbindlichen Pünktlichkeit ähnlich derer der Mädchen noch gearbeitet wird.
Die Angebotszeiten werden hierbei immer wieder auf ihre Aktualität überprüft. Aggressive Verhaltens- und Kommunikationsweisen werden auf Grundlage des Fairplay und des Sportsgeists diskutiert und aufgearbeitet. 

2.8. Jugendtreff
Der Jugendtreff findet immer freitags zwischen 18:15 und 20:15 Uhr statt, was bei den Jugendlichen auf großen Zuspruch trifft, da sie oftmals keine konkrete Abendplanung haben. Da dieses Angebot sich an die Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren richtet, bleibt jedoch die Gruppe der über 18-Jährigen noch immer ohne Anlaufstelle in der Siedlung.

Seit Februar ist auch die Praktikantin der Einrichtung bei diesem Angebot dabei. 

Teilnehmerstruktur und Konzept
Der Jugendtreff findet abwechselnd in den Kellerräumen und im Hauptraum des DKSB statt. Es hat sich eine feste Gruppenstruktur von 8 bis 10 Jungen und Mädchen gebildet, die wechselnde Freunde mitbringen. Diese kommen überwiegend aus der Breuskesbachsiedlung. Im Jugendtreff gibt es kein strukturierendes Gruppenprogramm, den Jugendlichen wird der von ihnen gewünschte Freiraum gelassen.
Aktionen werden vorher besprochen. Fester Bestandteil des Angebots ist lediglich die gemeinsame Zubereitung eines kleinen Snacks. Die Gruppenleitung dient letztlich als Ansprechpartnerin und gibt dem Angebot eine koordinierende Struktur vor – die Ausgestaltung übernehmen die Jugendlichen selbst.
Die Jugendlichen nutzen die Zeit, sich ungestört auszutauschen, in letzter Zeit häuften sich auch politisch interessierte Diskussionen (z.B. nach den Anfängen von Pegida), in die die Gruppenleitung miteinbezogen wird.
Auf Initiative der Jugendlichen hin wird ab April 2015 ein Foto- und Videoprojekt gestartet, die genaue Ausgestaltung muss noch erarbeitet werden. 

Problemlagen
Die Jugendlichen bringen oftmals ihre eigenen Probleme mit in die Gruppe, da mittlerweile ein Klima herrscht, in dem sie sich öffnen können. Als problematisch zeig sich mittlerweile der oftmals gewalttätige Umgang der Jungen untereinander, der schon zu Hausverbot und Abbruch von Gruppenangeboten geführt hat. Hier gilt es zurzeit gemeinsam mit den Jugendlichen innerhalb eines Regelkataloges zu agieren, um das Bewusstsein für unangemessenes Verhalten zu sensibilisieren. Es muss nach einer langfristigen Lösung gesucht werden. 



2.9. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)
Die Krabbelgruppe ist ein Angebot des Kinderschutzbundes für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und findet donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Krabbelgruppe wird von der Kindertagesmutter Petra Thum und ab Februar 2015 von der Praktikantin Ayse Yilmaz geleitet und begleitet. Die Krabbelgruppe besteht aus 10 Müttern mit ihren Kindern. Auch in dieser Gruppe sind die Nationalitäten bunt gemischt.

In der Krabbelgruppe haben Kinder und Mütter gemeinsame Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse. Die Mütter bekommen hier Anregungen für die körperliche, geistige, kreative und emotionale Entwicklung ihrer Kinder. Außerdem können sich die Mütter untereinander austauschen, Hilfe anbieten und neue Erfahrungen sammeln.
Da die Kinder durch diese Gruppe mindestens einmal in der Woche mit gleichaltrigen Kindern zusammen sind, wird das soziale Verhalten gestärkt, die Kreativität und der Bewegungsdrang mit Musik und Gesang gefördert. Motorische Übungen wie hüpfen, kriechen, klettern und balancieren sollen gestärkt werden. Sie lernen Gruppenregeln zu akzeptieren und sich in der Gruppe frei zu bewegen. Reime, Lieder, Spiele, Bücher und das sich verständigen in der Gruppe erweitern die sprachliche Kompetenz.

2.10. Elterncafé
Das offene Elterncafé, welches immer freitags, zwischen 10:00 und 11:30 Uhr in Zusammenarbeit mit der katholischen Familienbildungsstätte Recklinghausen in den Räumen des DKSB Recklinghausen stattfindet besuchten durchschnittlich sechs Mütter.
Es sind Mütter mit sehr unterschiedlichem Hintergrund. So sind folgende Nationalitäten vertreten: deutsch, russisch, polnisch, koreanisch, türkisch. Alle Frauen haben einen Ehe- oder Lebenspartner an ihrer Seite. Das Alter der Frauen liegt zwischen 20 und 35 Jahren.
Die Kommunikation verläuft in der Regel gut, es gibt aber auch einige Teilnehmerinnen, die noch nicht sehr gut Deutsch sprechen und daher ein wenig Unterstützung der anderen Teilnehmerinnen bezüglich Übersetzungen nötig ist.
Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig und gebührenfrei angelegt und ist zum Jahresende 2014 ausgelaufen, da die Förderdauer beendet ist. 

3. Projekte
3.1. Familienküche (satt, gesund & günstig) 

Im Frühjahr 2011 startete in Zusammenarbeit mit dem Vestischen Gesundheitsdienst der Kreisverwaltung Recklinghausen, dem Bildungsbüro der Stadt Recklinghausen sowie dem AWO-Familienzentrum Blumenthalallee Recklinghausen das Kochprojekt „Satt, gesund und günstig". Da dieses Projekt sehr gut angenommen wurde, wird es seit Winter 2011/2012 von den Projektpartner Kinderschutzbund und AWO-Familienzentrum Blumenthalallee bis zu den Weihnachtsferien 2015 weiter geführt. Ziel des Projekts ist es, den Müttern aus unserem Stadtteil eine gesunde und günstige Küche näher zu bringen. 

Zu jedem Jahresende wird eine Befragung der Teilnehmerinnen durchgeführt, dabei ist jedes Mal heraus gekommen, dass sie die Atmosphäre in der Gruppe toll finden und diese sehr von Vertrauen geprägt war. Auch wenn man später in die Gruppe kam, wurde man gut aufgenommen und sofort mit eingebunden. Die Teilnehmerinnen waren durchweg zufrieden, weil nicht nur die Gerichte gesund, lecker und günstig waren, sondern auch persönliche Gespräche über Familie, Erziehung, Arbeit und Gesundheit besprochen werden konnten und man sich gegenseitig unterstützte. Es wurde berichtet, dass die Mütter die Gerichte Zuhause schon nachgekocht haben (zu jedem gekochten Gericht erhalten die Mütter die passende Rezepte), was wir als vollen Erfolg des Projekts auslegen. 

Termine 2014/15:
08.05.2014 02.10.2014 05.02.2015 16.04.2015

15.05.2014 23.10.2014 12.02.2015 23.04.2015
22.05.2014 30.10.2014 19.02.2015 30.04.2015
05.06.2014 06.11.2014 26.02.2015 07.05.2015
12.06.2014 13.11.2014 05.03.2015 21.05.2015
26.06.2014 27.11.2014 12.03.2015 28.05.2015
25.09.2014 04.12.2014 19.03.2015 11.06.2015
20.11.2014 11.12.2014 26.03.2015 



3.2. Veganics
Im Jahr 2014 wurde der Kinderschutzbund Recklinghausen bei der finanziellen Bewältigung des Projekts „Veganics" von Vegeterra – Stiftung vegetarisches Leben unterstützt.

Durch diese Unterstützung wurde das Projekt erst realisierbar. Es erstreckte sich über zwei Phasen: eine Ferienphase, in der zwei komplette Tage für Kinder zum Thema vegane Ernährungsweise gestaltet wurden, sowie im Anschluss daran vier weitere Termine, an denen das Thema in dreistündigen Aktionen vertieft wurde, bzw. auf Alltagstauglichkeit getestet wurde.
Die Projekttermine waren folgende:
Di. 22.07.2014 Ferienaktion Veganics für Mädchen (Frühstück, Spaghetti „Bolognese" und selbst gemachte Schoko-Müsliriegel); Fokus: vegane Ernährung und ihre Hintergründe, Schminke und Pflegeprodukte
Do. 24.07.2014 Ferienaktion Veganics für Jungen (Frühstück, „Chicken" Nuggets mit Pizzaknödeln und Blaubeermuffins); Fokus: vegane Ernährung und ihre Hintergründe, Sport, „echte Männer brauchen Fleisch"
Fr. 19.09.2014 Gemeinsames Kochen (Ingwer-Möhrensuppe und Mango-Lassi)
Fr. 31.10.2014 Vegane Halloweenparty (Kürbissuppe mit Vursteinlage mit Apfel-Möhrensalat, sowie Snacks)
Fr. 28.11.2014 Gemeinsames Kochen (Brötchen mit Vleischsalat, als Nachtisch Erdnusspancakes)
Geplant war am 12.12.2014 Vegane Weihnachtszeit, dieser Termin musste aus Krankheitsgründen ausfallen und wurde am Fr. 23.01.2015 nachgeholt, mit dem Thema Veganes Fast Food (Veganer Döner und Beeren Sojajoghurt)
Die Kinder der Ferienaktionstage haben einen Hefter voller Infobroschüren und Rezepte mitbekommen. Schon während des Kochens fragten einige Kinder nach den Rezepten und berichteten ihren Eltern beim Abholen, dass sie gewisse Dinge unbedingt nachkochen müssten.
Unsere Taktik, die Menschen über den Geschmack und leichte Rezepte zu informieren und zum Mitmachen zu animieren hat voll ins Schwarze getroffen.
Bekannt wurde die Ferienaktion vor allem durch die Broschüre „Ferientreff 2014" der Stadt Recklinghausen. Grade bei Eltern, die Probleme in der Ernährung ihrer Kinder sehen, ist unser Projekt gut angekommen. Diese wollten, dass ihre Kinder (oft Jungen) auch einmal andere Sachen außer Fleisch probieren, was in unseren Augen sehr gut geklappt hat. 

3.3. Web-Chiefs
Im Zeitraum vom 01.09.2014 bis zum 31.12.2014 wurde das Projekt „webchiefs" im Deutschen Kinderschutzbund Recklinghausen e. V., gefördert durch den Landschaftsverband Westfalen Lippe, durchgeführt.

Das Projekt sollte zu einer dauerhaft veränderte Nutzung des Internets und den damit verbundenen Medien führen, in dem zum einen ein sicherer und angeleiteter Umgang mit dem Internet vermittelt, sowie alternative Nutzungsmöglichkeiten des Internets erarbeitet werden sollten.
Das Projekt war ausgelegt für 10 bis 15 teilnehmende Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren und fand immer dienstags von 17:15 bis 19:15 Uhr in den Räumen des DKSB RE statt.
Darüber hinaus wurde einmal im Monat donnerstags von 18:30 bis 20:30 Uhr ein Elterninformationsabend angeboten.
Das Projekt ließ sich wie geplant in zwei Abschnitte einteilen:
Im September und Oktober wurde das Projekt im Arbeitsalltag des DKSB installiert und es bildete sich letztlich eine konstante Gruppe von durchschnittlich 10 Jugendlichen.
Mit ihnen wurden die Grundkenntnisse im Umgang mit dem Kindle fire HD, sowie rechtliche Grundlagen im Internet, Nutzungsmöglichkeiten des Internets und der Umgang mit Facebook erarbeitet. In diesem ersten Teil des Projektes wurde deutlich, dass für die teilnehmenden Jugendlichen die Nutzung des Internets mit Hilfe ihres Smartphones und verschiedenen Internet-Flats zwar alltäglich ist, Kenntnisse über rechtliche Grundlagen und eine sinnvolle Nutzung jedoch überhaupt nicht vorhanden sind.
Es wurde auch deutlich, dass zwischen den Kindern und ihren Eltern keinerlei Kommunikation bezüglich des Internetkonsums oder der besuchten Internetpräsenzen seitens der Kinder besteht; dies beruht einerseits auch auf mangelndem Interesse der Eltern an der Freizeitgestaltung ihrer Kinder, maßgeblich jedoch auf ihrerseits fehlenden Kenntnissen und Kompetenzen im Hinblick auf PC- und Internetnutzung sowie medialer Erziehung.
Im November und Dezember 2014 erfolgte der zweite Abschnitt des Projektes, in dem für die Jugendlichen interessante Themenbereiche vertieft und ein Leitfaden zur Internet- und Kindlenutzung für die anderen Besucher unserer Einrichtung erstellt wurde.
Das Hauptaugenmerk wurde hierbei auf Wunsch der Jugendlichen auf die Nutzung des Internets für schulische Zwecke und eine Vertiefung der Nutzung von Facebook gelegt.
Die dauerhafte Sensibilisierung der Kinder, Jugendlichen und Eltern sowie aller Mitarbeiter und Ehrenamtlichen im Bereich medialer Erziehung bleibt somit gerade nach Abschluss des „webchiefs"-Projektes großer Bestandteil der alltäglichen Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes Recklinghausen. 

4. Teilnahme an Arbeitskreisen

- AK Weltkindertag

Kooperation mit Unicef und Stadt Recklinghausen (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Familienbüro und dem Fachbereich Sport) 

- AK Ferienprogramm
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit 

- AK Gegen Gewalt gegen Kinder beim Landesverband DKSB – NRW in Wuppertal 

- AK Begleiter Umgang beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal 

- AK der hauptamtlichen Geschäftsführer beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal 

- AG 78 (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Erziehungshilfe) 

- Netzwerktreffen aller Einrichtungen und Stellen in RE, die mit dem Thema „Trennung und
Scheidung" betreut sind 

- Kooperationszirkel des Kreisgesundheitsamtes 

- Stadtteilarbeit / Stadtteilrunde mit Vivawest, Revag e.V., AWO FZ, AWO SZ, SPD, CDU,
IGBCE 

- Projekt „Kom(m)a klar"
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit 
Außerdem nehmen Marie-Christin Oneschkow und Denise Anton als Vertreterinnen des DKSB an den Ausschusssitzungen des Ratsausschusses für den Themenschwerpunkt „Kinder, Jugend und Familie" teil. 

5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2014/15

2014

Februar
19.02. – 25.02.2014 Aktionswoche Kom(m)a klar! (Alkoholprävention)
28.02.2014 Karnevalsfeier
März
29.03.2014 Putzaktion „Frühjahrsputz"
April
23.04.2014 Vorleseabend im DKSB
Mai
24.05.2014 Sommerfest Kanzlei Strutz
Juni
28.06.2014 AWO Sommerfest Wildermannstraße
29.06.2014 Musikschulfest
Juli
09.07.2014 Ferienaktion Top Secret
11.07.2014 Ferienaktion Movie Park
14.07.2014 Ferienaktion Irrland
15./17./23.07.2014 Ferienaktion Jungentag – Star Wars
18.07.2014 Ferienaktion Maximilian Park
22.07.2014 Ferienaktion vegan kochen
August
23.08.2014 Drissenplatzfest
September
20.09.2014 Familienfest auf der Blumenthalallee
21.09.2014 Weltkindertag
Oktober
12.10.2014 Waffelstand beim Tag der offenen Tür der Stadtbücherei RE-Süd
31.10.2014 Halloweenparty
Dezember
14.12.2014 Geschenkebaum auf dem Weihnachtsmarkt 

2015
Februar

04.02. – 10.02.2015 Aktionswoche Kom(m)a klar! (Alkoholprävention)
12.02.2015 Karnevalsfeier
März
21.03.2015 Putzaktion „Frühjahrsputz"
Mai
30.05.2015 Kinderfest Kanzlei Strutz 
Vorschau 2015 (Stand Mai 2015):
20.06.2015 Musikschulfest 
21.07.2015 Ferienaktion Star Wars
22.07.2015 Ferienaktion Star Wars
23.07.2015 Ferienaktion Ketteler Hof
24.07.2015 Ferienaktion Hexen & Zauberer
31.07.2015 Ferienaktion Movie World
07.08.2015 Gemeinsamer Ausflug mit Vivawest und Bewohnern in den Zoom GE
10.08.2015 Ferienaktion Irrland
15.08.2015 Sommerfest AWO Seniorenzentrum
29.08.2015 Straßenfest auf der Blumenthalallee
20.09.2015 WKT
30.10.2015 Halloweenparty
13.12.2015 Geschenkebaum auf dem Weihnachtsmarkt

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Jahresbericht
Deutscher Kinderschutzbund e.V.
Recklinghausen
Mai 2012 bis Mai 2013

Inhaltsverzeichnis:

1. Präambel

2. Vorstand und Mitarbeiterinnen

3. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

3.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde

3.2. Begleiteter Umgang

3.3. Offene Beratung im Familienrecht

3.4. Kindermittagstisch

3.5. Offener Treff (Kiosk)

3.6. Fußballgruppe

3.7. Spieltreff DKSB

3.8. Mädchengruppe

3.9. Jungengruppe

3.10. Jugendtreff

3.11. Kabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)

3.12. Elterncafé


4. Projekte

4.1. Familienküche

4.2. FuN


5. Teilnahme an Arbeitskreisen

6. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2012/13


1. Präambel

Im vergangenen Jahr haben wir viele Höhen, aber auch Tiefen erlebt. Wir konnten neue Angebote entwickeln und viele neue Menschen für unsere tägliche Arbeit begeistern. Wir haben schöne Feste gefeiert und neue Kooperationen geschlossen. Wir mussten aber auch mit einer starken Kürzung unserer Mittel zurechtkommen und einige Menschen aus unserem alten Vorstand verabschieden.

Nach Neuwahlen im Oktober, bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, konnten wir uns neu aufstellen und neue Projekte angehen. Der neue Vorstand arbeitet sehr gut und effektiv zusammen – wir ziehen alle an einem Strang, was in der Vergangenheit leider nicht immer der Fall war.
Neu sind seit dem vergangenen Jahr folgende Angebote: Jugendtreff, Rechtsprechstunde, Spieltreff (XD-Treff) und ein Kindermittagstisch. All diese Angebote werden im Stadtteil sehr gut angenommen, die Teilnehmerzahlen in den bereits bestehenden Gruppen hat sich im Laufe des Jahres fast verdoppelt. Den offenen Spieltreff im Kiosk mussten wir aus Kostengründen und aufgrund von mangelnden Teilnehmerzahlen einstellen. Die Fußballgruppe wird seit März 2013 ehrenamtlich von Dimintrij Derxen durchgeführt.

Die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 51 der Stadt Recklinghausen (Kinder, Jugend und Familie) ist im vergangenen Jahr noch enger geworden. So haben wir eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen und Zusatzverträge (Begleiteter Umgang) ausgehandelt. Nach langer Zeit konnte ein Jugendlicher wieder seine Sozialstunden bei uns im Kinderschutzbund ableisten, was sehr gut geklappt hat.

Im Frühjahr / Sommer 2012 konnten wir mit Unterstützung der Firma Ostermann unsere Räumlichkeiten Renovieren und mit neuen Möbeln sowie einer komplett neuen Küche bestücken. Im Frühjahr 2013 haben wir uns den Keller „vorgenommen“ – entrümpelt und neu gestrichen, sodass in Zukunft die Kellerräume für weitere Gruppen genutzt werden können. Wir hoffen im Jahr 2013 unser Gruppenangebot (vor allem für Jugendliche) noch weiter ausbauen zu können, sowie konkrete Präventionstage durchzuführen (Gesundheit, Ernährung, Selbstsicherheit, etc.).

Wir möchten speziell unser Angebot für Jugendliche ausbauen, da im Januar 2013 unser Nachbar, der Jugendtreff der Stadt Recklinghausen (mit einem Streetworker) geschlossen wurde und nun in unserem Stadtteil keine Angebote mehr für Jugendliche vorhanden sind. Wir hoffen einen weiteren Sponsoren zu finden, sodass wir diese Anwohnergruppe auch mit unserer Arbeit erreichen können.

Im nächsten Jahr wird weiterhin unsere Finanzierung ein Dauerthema sein, wir sind bereits seit einiger Zeit dabei neue Sponsoren oder Zuschussgeber zu finden. Im laufenden Jahr werden wir uns vor allem auf das Land NRW und Geldzuweisungen von den Gerichten konzentrieren. Natürlich wird dauerhaft auch nach anderen Finanzierungsquellen gesucht, damit der große Bedarf nach Angeboten im Bereich Kinder, Jugend und Gemeinwesenarbeit weiterhin gedeckt und wenn finanziell möglich noch ausgebaut werden kann, Bedarf ist grundsätzlich vorhanden.

Mit hoffnungsvollem Blick in die Zukunft und weiterhin gute Zusammenarbeit!

2. Vorstand und Mitarbeiter

Vorstand
(nach Neuwahlen bei außerordentlicher Mitgliederversammlung am 31.10.2012)

Vorsitzender: Hans Günter Sorger

Stellvertretende Vorsitzende: Heike Daute
Christa Kroppen (Rücktritt 23.08.2012)

Schatzmeister: Bernd Daute
Barbara Eberhardt (Rücktritt 23.08.2012)

Schriftführerin: Marie-Christin Oneschkow

Beisitzerinnen:
Christa Anton
Aline Strutz
Petra Thum
Brunhilde Schurat (Rücktritt 23.08.2012)

Kassenprüfer:
Brigitte Droste, Marion Weber
Ingrid Endler, Dieter Kassner (Rücktritt 23.08.2012)

Mitarbeiterinnen:
Diplom Sozialwissenschaftlerin Denise Anton
Verwaltung Anne Krzyzostoniak (bis 30.06.2012)

Nebenamtliche und
Ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen:
Marie Christin Oneschkow Mädchengruppe / Spieltreff / Jugendtreff
Dimitrij Derxen Sportgruppe
Eugen Bomke Offener Treff (bis 31.03.2013)
Dymitrij Zyrianow Offener Treff (bis 31.03.2013)
Petra Thum Krabbelgruppe
Heike Daute Kochprojekt / Kindermittagstisch / Elterncafé
Raumpflege Nicole Thielemann (bis 31.01.2013) Stefanie Anton (ab 01.02.2013)


Mitglieder DKSB Recklinghausen: 72


3. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

3.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde
Die Beratung Hilfesuchender, aus dem ganzen Kreis Recklinghausen, erfolgt sowohl persönlich, als auch per Telefon.
Vorrangige Problemfelder dabei sind:
- Erziehungsfragen
- Fragen zu Trennung und Scheidung
- Fremdmeldungen bezüglich Kindesvernachlässigung

In den meisten Fällen kann den Hilfesuchenden direkt geholfen werden, indem Lösungsvorschläge unterbreitet werden oder indem der Kontakt zu andere Fachstellen hergestellt wird.
Anlässe, aus denen sich Erwachsene oder Kinder und Jugendliche an den Kinderschutzbund wenden:
- Umgangsrecht bei geschiedenen Eltern (hierbei auch vermehrt Väter und

Großeltern, Verweigerung der Kindesmutter zu Besuchskontakten),
- Gewalt gegen Kinder: körperliche als auch sexuelle Gewalt,
- Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden (hier besonders mit dem Jugendamt, Schulen),
- Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Kindern,
- Überforderung im Erziehungsalltag,
- Schulden (Hartz IV, Internet, Handyverträge),
- Suche nach Beratungsstellen für Erziehungsfragen
- Erziehungsschwierigkeiten ( Drogen, Computerspiele + Internet, Pubertät)

Die Sozialsprechstunde des Kinderschutzbundes wird mal mehr, mal weniger angenommen. Hauptberatungsfeld sind Anträge oder Informationen zum SGB I und II, sowie dem BUT. Darüber hinaus begleiten wir Menschen zu Ämtern und Behörden.
Anzahl der Beratungskontakte im Berichtzeitraum ca. 100, sowohl telefonisch als auch persönlich.
Denise Anton

3.2. Begleiteter Umgang
In der Zeit von Mai 2012 bis Mai 2013 gab es sechs Familien, welche die Besuchsbegleitung des Kinderschutzbundes in Anspruch genommen haben – Tendenz steigend!
Das Alter der begleiteten Kinder liegt zwischen 2 und 11 Jahren.
Nach einer Neuaufstellung der Regelungen bezüglich der Besuchskontakte zum Jahr 2013 läuft die Übermittlung von BU (Begleiteter Umgang) – Fällen zwischen dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und dem Kinderschutzbund sehr gut.
Die meisten Anfragen kommen von Mitarbeitern des Fachbereichs, aber auch von den Eltern selbst. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen liegt in der Regel in den Händen der Eltern, was eine enorme Herausforderung für Trennungspaare bedeutet.
Im Durchschnitt werden 5 Begleitete Kontakte durchgeführt, in denen die Elternteile angeleitet werden die Kontakte zukünftig selbstständig zu regeln, was in der Regel auch gelingt.
Die Zusammenarbeit, mit dem Recklinghäuser Jugendamt, verläuft reibungslos, intensiv und effektiv.
Denise Anton

3.3. Offene Beratung im Familienrecht
Seit Februar 2013 bietet unser neues Vorstandsmitglied Aline Strutz (Anwältin) eine Beratung im Bereich Familienrecht an.
Diese offene Beratung findet einmal monatlich (jeweils am 2. Montag des Monats) in den Räumen des Kinderschutzbundes statt und soll alle Menschen in Recklinghausen ansprechen. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten ist das Beratungsangebot nach einer kleineren Werbeoffensive seit April 2013 gut besucht. Die Beratung erfolgt ohne Anmeldung und ist vertraulich.
Es werden Probleme vor allem im Bereich Trennung, Scheidung und Kindschaftsrecht besprochen und praktische Hinweise gegeben.
Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos. Gerne kann aber eine Spende an den Kinderschutz hinterlassen werden.

Termine 2013:
11.03.2013 13.05.2013 08.07.2013 09.09.2013 11.11.2013
08.04.2013 10.06.2013 12.08.2013 14.10.2013 09.12.2013
Aline Strutz

3.4. Kindermittagstisch
Seit Mai 2012 bietet der Kinderschutzbund immer dienstags in der Zeit von 14:30 – 17:00 Uhr einen Mittagstisch für Kinder an.
Das Angebot wird sehr gut von den Kindern der Siedlung genutzt, wöchentlich werden so zwischen 25 und 45 Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Das Alter der Kinder liegt zwischen 4 und 14 Jahren, oft bringen die älteren Kinder ihre kleineren Geschwister mit.
Die Kindergruppe ist sehr heterogen, so gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch deutschstämmige. Viele Kinder besuchen den AWO Kindergarten, die Hohenzollern-Grundschule oder die Gesamtschule Nord, es gibt aber auch Kinder die die Realschule oder ein Gymnasium besuchen.

In der Regel wird darauf geachtet, dass gesunde Mahlzeiten frisch zubereitet werden, jedoch wird ab und an den Essenswünschen der Kinder „nachgegeben“ und so auch mal Hot-Dogs oder Pommes aufgetischt.
Denise Anton

3.5. Offener Treff (Kiosk)
Der offene Spieltreff fand regelmäßig immer mittwochs und samstags in der Zeit
von 15:00 bis 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten des ehemaligen Kiosk neben dem Kinderschutzbund statt.
Eugen Bomke und Dymitrij Zyranov, aus der ehemaligen Sowjetunion, betreuten die Kinder im Wechsel.
Unter Berücksichtigung der Heimatländer der Kinder aus unserer Siedlung ist es von Vorteil, wenn sie auch auf Menschen aus einem ähnlichen Kulturkreis treffen. Grade bei Streitigkeiten wirkt es sich positiv auf die Situation aus, wenn jemand in der Muttersprache vermitteln kann.
Die Kinder hatten die Möglichkeit im offenen Treff zu kickern oder Tischtennis zu spielen. Außerdem bestand die Möglichkeit, dass sich die Kinder an Instrumenten ausprobieren. So standen ein Keyboard, eine Orgel und mehrere Gitarren zur Verfügung.
Das Angebot wurde in seiner Vielfältigkeit im Berichtzeitrum leider laufend weniger angenommen. Das Alter der Kinder lag zwischen sechs und vierzehn Jahren.
Nachdem der Zuschuss der Stadt Recklinghausen zu unserer Arbeit drastisch gesenkt wurde, musste der Offene Treff im Kiosk Ende März 2013 aus Kostengründen und mangelnden Zuspruchs seine Türen schließen.
Denise Anton

3.6. Fußballgruppe
Übungsleiter der Gruppe : Dimitrij Derxen
Vertretung : Alex Derxen
Das Fußballtraining findet jeden Montag von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr in der Paulusschule in Recklinghausen statt.
Die Gruppe wird von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren besucht, welche nicht nur aus Recklinghausen, sondern auch aus den umliegenden Städten angereist kommen. An dem Fußballtraining nehmen Jugendliche mit verschiedenen Nationalitäten teil (deutsch, russisch, türkisch, polnisch, etc.).
Ziel des Angebotes:
 Zusammenführen der Jugendlichen mit verschiedenen Nationalitäten
 Motivation regelmäßig Sport zu treiben
 Freundlicher Umgang miteinander

Die Gruppe ist kein Sportverein und ist nicht auf Leistung orientiert, sondern unterstützt den Spaß am Spiel und Sport. Aus diesem Grund besuchen unsere Gruppe vor allem Jugendliche die nicht im Verein spielen.
Die Zahl der Teilnehmer zum aktuellen Zeitpunkt beträgt 10 – 15 Jugendliche.
Unsere Pläne für die Zukunft :
 neue Teilnehmer für unser Angebot zu gewinnen
 an kommenden Fußballturnieren teilzunehmen
 jüngere Leute für Sport zu begeistern

Nachdem zum Jahr 2013 der Zuschuss der Stadt Recklinghausen zu der Arbeit des Kinderschutzbundes drastisch gesenkt wurde hat sich Dimitrij Derxen bereit erklärt die Fußballgruppe ehrenamtlich zu führen, damit das Angebot weiter bestehen bleiben kann, wir danken ihm dafür sehr!
Denise Anton / Dimitrij Derxen


3.7. Spieltreff DKSB (XD-Treff)
Der Spieltreff / XD-Treff findet einmal in der Woche Donnerstags von 16:15-18:15 Uhr im Kinderschutzbund unter der Leitung von Marie-Christin Oneschkow statt.
Teilnehmerstruktur und Konzept:
Der xD-Treff ist ein offenes Angebot und somit kostenlos für freiwillige Teilnehmer. Es gibt keine festen, verpflichtenden zeitlichen Strukturen, die Kinder können folglich jederzeit kommen und gehen. Weiterhin ist der xD-Treff ein Angebot für Jungen und Mädchen gleichermaßen, was besonders für die Jungen im Hinblick auf das immer noch fehlende eigene Gruppenangebot sehr wichtig ist.
Es bestehen zwar keine festen Gruppenstrukturen, in der Regel nahmen jedoch bis zu 30 Kinder im Alter von 4 bis 15 das Angebot wahr. Auf Grund dessen und der daraus entstandenen Konflikte zwischen den einzelnen Altersklassen, wurde die Teilnahme am xD-Treff beschränkt, so dass es nun ein Angebot für Jungen und Mädchen bi 10 Jahre ist; die Teilnehmerzahl liegt nun bei 15 bis 20 Kindern. Für die älteren wurde ein Jugendtreff geschaffen, der an anderer Stelle näher erläutert wird. Bei den verbliebenen Teilnehmenden handelt es sich vorwiegend um Kinder aus der Wohnsiedlung der Blumenthalallee, viele mit türkischem, russischem, polnischen oder kurdischem Migrationshintergrund. Durch Erzählungen der Kinder in der Schule oder im Bekanntenkreis erweitert sich die Gruppe immer wieder.
Der xD-Treff besteht im Gegensatz zu anderen Gruppen des DKSB nicht aus strukturierten Programmvorgaben, sondern orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen der Kinder und ihnen die Möglichkeit geben, sich in den Räumen des Kinderschutzbundes frei zu bewegen und über Aktivitäten frei zu entscheiden. Es können in großen oder kleinen Gruppen Wii oder Gesellschaftsspiele gespielt werden, kreative Angebote stehen zur Verfügung oder es besteht die Möglichkeit sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Die Gruppenleitung übernimmt deshalb keine anleitende, sondern begleitende Rolle ein, steht bei Fragen zur Verfügung, koordiniert Spielabläufe und lässt den Kindern sonst innerhalb des Regelwerks der Gruppe freie Hand. Weiterhin werden mit den Kindern innerhalb des Gruppenangebots kleine Snacks zubereitet.
Problemlagen:
Nach der Trennung der verschiedenen Altersklassen bestehen die Probleme innerhalb des Spieltreffs weniger im Alters- und Geschlechterunterschied im Allgemeinen, sondern im Ausschluss Einzelner und oftmals wenig respektvollen Umgang miteinander. Hier gilt es durch gezielte Spielangebote und das Diskutieren der Gruppenregeln ein Gespür für das eigene Verhalten innerhalb einer Gruppe zu entwickeln.
Der Spieltreff soll den Kindern also einen festen Standort bieten, an dem sie sich in geschützter Atmosphäre frei betätigen, austauschen und neue Aktivitäten kennen lernen können.
Marie-Christin Oneschkow

3.8. Mädchengruppe
Die Mädchengruppe findet einmal wöchentlich Freitags von 15:00 bis 17:00 Uhr im Kinderschutzbund statt. (Aufgrund eines Besuchskontakts, der Momentan in den Räumen des DKSB stattfindet, ist die Gruppe zurzeit von 16:00 bis 18:00 Uhr.)
Teilnehmerstruktur: Die Mädchengruppe ist ein offenes Angebot, also kostenlos und freiwillig; trotzdem hat sich in den letzten Monaten eine großteilig feststehende Kerngruppe von 12 Mädchen entwickelt, die das Angebot regelmäßig nutzen. Durchschnittlich nehmen insgesamt 15 bis 20 Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren an der Mädchengruppe teil. Dabei handelt es sich vorwiegend um Mädchen mit türkischem, kurdischem, russischem oder polnischem Migrationshintergrund, die nahezu alle in der Wohnsiedlung der Blumenthalallee wohnen. Durch Werbung der Mädchen in der Schule nimmt die Anzahl der Teilnehmer von Außerhalb zu.
Konzept und Ablauf:
Bestandteil des Angebots ist, dass zu Beginn der Gruppenstunde gemeinsam gekocht wird; dies geschieht unter großem Zuspruch der Mädchen. Beim folgenden gemeinsamen Essen werden Mahlzeit und Aktivität für die nächste Gruppenstunde gemeinsam festgelegt, sodass die Mädchen an der Gestaltung der Gruppe teilhaben. Des Weiteren haben sie so die Möglichkeit, sich in einer entspannten, jungenfreien Atmosphäre auszutauschen und dabei auch die Betreuerin in ihre Diskussion einzubeziehen. Bei der nachfolgenden Aktivität sind die Angebote sehr vielfältig und erstrecken sich über

- Kreativangebote (Basteln, Leinwände bemalen, Lipgloss herstellen etc.),

- sportliche Aktivitäten auch draußen (Tanzen, Ballspiele, Spielplatzbesuche etc.),

- Gesprächsrunden (Schulthemen, aktuelle Belange, Problemstellungen etc.),

- das Feiern von jahreszeitlichen Festen

Problemlagen: Spezifische Probleme der Mädchengruppe bestehen in der großen Gruppe und Altersspanne der Mädchen, weniger in verschiedenen Nationalitäten: Es müssen Angebote entwickelt werden, die allen gerecht werden, wobei der Umstand, dass sie an der Entscheidung über Aktivitäten beteiligt werden dies unterstützt. Die verschiedenen

Altersklassen der Mädchen führen oft zu Kleingruppenentwicklung innerhalb der Gruppe, die auch untereinander in Konflikte geraten oder einzelnen Mädchen den Zugang zur Gruppe erschweren. Mit dem gemeinsamen Kochen und gezielten Gruppenspielen soll dem entgegengewirkt werden. Hilfreich dabei sind die, von den Mädchen selbst formulierten Gruppenregeln, die eine Orientierungshilfe im respektvollen Umgang miteinander bieten.
Marie-Christin Oneschkow

3.9. Jungengruppe
Die Jungengruppe fand einmal in der Woche mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr im Kinderschutzbund statt. Aufgrund einer fehlenden männlichen Betreuungsperson ist dies nun schon länger nicht mehr der Fall.
Am 26.03. 2013 fand deshalb von 10:00 bis 16:00 Uhr ein spezieller Jungentag statt, der jedoch lediglich von acht Jungen wahrgenommen wurde.
Die Jungen der Siedlung nehmen in großer Zahl an den Angeboten des Spieltreffs und des Jugendtreffs teil und fordern in regelmäßigen Abständen nach einer eigenen Gruppe für Jungen.
Es gilt weiterhin daran zu arbeiten einen geeigneten Betreuer für das Angebot einer Jungengruppe zu finden.
Marie-Christin Oneschkow

3.10. Jugendtreff
Der Jugendtreff findet seit dem 21.02.2013 immer donnerstags von 18:15 bis 20:15 Uhr in den Räumen des DKSB statt.
Nachdem die Stadt Recklinghausen ihren eigenen Jugendtreff mit eigenem Streetworker geschlossen hat, stehen viele Jugendliche in ihrer Freizeit nun sprichwörtlich auf der Straße. Die Lücke, die im Stadtteil dadurch entstanden ist, kann der Kinderschutzbund allein nicht schließen, trotzdem haben wir uns entschlossen, zumindest ein Mal wöchentlich den Jugendlichen einen Anlaufpunkt und Räumlichkeiten zu bieten.

Teilnehmerstruktur und Konzept:
Der Jugendtreff ist ein offenes Angebot für Jungen und Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren. Aufgrund der im Absatz „Spieltreff“ beschriebenen stetig steigenden Kinderzahl im Spieltreff entstand der Entschluss, für die Jugendlichen ab 10 Jahren eine eigene Gruppe zu gründen, um ihren Bedürfnissen, die sich von denen der Jüngeren unterscheiden gerecht zu werden. Auch im Jugendtreff gibt es keine festen, verpflichtenden zeitlichen Strukturen.

Geplant ist, dass dieses Angebot demnächst in den Kellerräumen des DKSB stattfindet: Die nötigen Aufräum- und Renovierungsarbeiten finden zurzeit - unter Mithilfe der Jugendlichen selbst - statt, um dort einen für die Jugendlichen attraktiven Aufenthaltsraum zu schaffen. Dieser soll ihnen die Möglichkeit geben, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und „abzuhängen“; anders als die oberen Räumlichkeiten des DKSB ist er nicht an den Spielbedürfnissen der Jüngeren orientiert und besitzt einen separaten Eingang, der von den Älteren sehr geschätzt wird, da er sie auch nach Außen sichtbar vom „Spieltreff“ abhebt und so ihren „Jugendstatus“ betont.

Auch hier bestehen (noch) keine festen Gruppenstrukturen, in der Regel nahmen jedoch 6-12 Jugendliche im Alter von 10 bis 16 das Angebot wahr. Es handelt sich vorwiegend um Jugendliche aus der Wohnsiedlung der Blumenthalallee, viele mit türkischem, russischem, polnischen oder kurdischem Migrationshintergrund. Das Angebot spricht sich mittlerweile immer mehr herum und auch andere Jugendliche interessieren sich dafür.

Analog zum Spieltreff gibt es kein strukturierendes Gruppenprogramm, sondern den Jugendlichen wird der Freiraum gelassen, sich eigenständig für Aktivitäten zu entscheiden; auch im Jugendtreff wird von den Teilnehmern eigenständig ein kleiner Snack zubereitet. Weiterhin wird wöchentlich die aktuelle Zeitschrift „Bravo“ zur Verfügung gestellt, nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch als Aufhänger für Diskussionsrunden zu aktuellen Themen. Dadurch gab es unter Anderem schon Gesprächsrunden zum Thema Sexualität und Verhütung.

Problemlagen:
Die Probleme der Jugendlichen orientieren sich gemäß ihrer Altersklasse meist an spezifischen Fragen der Pubertät, zum Beispiel zum Thema Sexualität und Liebe. Aber auch Zukunftsorientierung und Schulprobleme spielen eine wichtige Rolle. Hier schafft der Jugendtreff eine zunehmend offenere Atmosphäre als der Spieltreff, da hier Themen besprochen werden können, die für die Jüngeren nicht geeignet sind oder von ihnen noch nicht ernst genommen werden. Aber auch bei den Jugendlichen gibt es die Problematik des oftmals wenig respektvollen Umgangs untereinander, der durch Diskussionen verbessert werden soll.
Marie-Christin Oneschkow

3.11. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)
Die Krabbelgruppe ist ein Angebot des Kinderschutzbundes für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und findet donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Krabbelgruppe wird von Petra Thum geleitet.
Die Krabbelgruppe besteht aus ca. 10 Müttern mit ihren Kindern. Auch in dieser Gruppe sind die Nationalitäten bunt gemischt.
In der Krabbelgruppe haben Kinder und Mütter gemeinsame Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse. Sie bekommen hier Anregungen für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung ihrer Kinder.
Da die Kinder durch diese Gruppe mindestens einmal in der Woche mit gleichaltrigen Kindern zusammen sind, wird das soziale Verhalten gestärkt, die Kreativität und der Bewegungsdrang mit Musik und Gesang gefördert. Die Kinder sollen den Umgang mit verschiedenen Materialien durch eigenständiges Malen und Basteln kennen lernen. Motorische Übungen wie hüpfen, kriechen, klettern und balancieren sollen gestärkt werden. Sie lernen Gruppenregeln zu akzeptieren und sich in der Gruppe frei zu bewegen. Reime, Lieder, Spiele, Bücher und das sich verständigen in der Gruppe erweitern die sprachliche Kompetenz.
Petra Thum

3.12. Elterncafé
Das offene Elterncafé, welches immer freitags, zwischen 10:00 und 11:30 Uhr in Zusammenarbeit mit der katholischen Familienbildungsstätte Recklinghausen in den Räumen des DKSB Recklinghausen stattfindet besuchen derzeit durchschnittlich zehn Mütter.
Es sind Mütter mit sehr unterschiedlichem Hintergrund. So sind folgende Nationalitäten vertreten: deutsch, russisch, polnisch, koreanisch, türkisch. Alle Frauen haben einen Ehe- oder Lebenspartner an ihrer Seite, wobei uns ca. bei der Hälfte der Frauen konkret bekannt ist, dass die Partner einer geregelten Beschäftigung nachgehen. Das Alter der Frauen liegt zwischen 22 und 35 Jahren.
Die Kommunikation verläuft in der Regel gut, es gibt aber auch einige Teilnehmerinnen, die noch nicht sehr gut Deutsch sprechen und daher ein wenig Unterstützung der anderen Teilnehmerinnen bezüglich Übersetzungen nötig ist. Fast alle Frauen haben zwei Kinder. Die Kinder die mitgebracht werden sind bis zu zwei Jahren alt, oft besucht ein bereits älteres Kind die Kindertagesstätte.
Folgende Themen inklusive der Ausgabe von Infomaterial wurden in lockerer Runde innerhalb der letzten Monate besprochen:

- Trotzphase (inkl. Vortrag der Fam. Bildungsstätte)
- allgemeine Kindererziehung
- Schwangerschaftsdiabetes
- Ernährung
- Probleme auf Seiten der Mütter nach der Geburt, sowohl psychisch als auch körperlich
- Sauberkeitserziehung, wie bekomme ich mein Kind Trocken
- Wie gewöhne ich meinem Kind den Schnuller ab
- Infos über Sportangebote für Kinder in der näheren Umgebung (Turnen, Schwimmen, inkl. der Verteilung von Informationsmaterial zu Vereinen und Angeboten von der Familienbildungsstätte)

Interesse Seitens der Mütter wurde an folgenden Themen bzw. Veranstaltungen bekundet:

- 1 Hilfe-Hilfe-Kurs (bereits in Planung)

- Konkrete, fachliche Ernährungsberatung

Es gibt weder vorgegebenen Themen, noch beschränkt sich die Unterstützung allein auf den Erziehungsalltag. Die Menschen werden als Ganzes wahrgenommen und so können auch Probleme aus anderen Lebensbereichen besprochen werden.
Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig und gebührenfrei angelegt.
Heike Daute


4. Projekte

4.1. Familienküche (satt, gesund & günstig)

Im Frühjahr 2011 startete in Zusammenarbeit mit dem Vestischen Gesundheitsdienst der Kreisverwaltung Recklinghausen, dem Bildungsbüro der Stadt Recklinghausen sowie dem AWO-Familienzentrum Blumenthalallee Recklinghausen das Kochprojekt „Satt, gesund und günstig“. Da dieses Projekt sehr gut angenommen wurde, wird es seit Winter 2011/2012 bis zu den Sommerferien 2013 weiter geführt, allerdings ohne die Beteiligung des Bildungsbüros. Im Sommer 2012 wurde die Zusammenarbeit mit der beteiligten Köchin beendet, um die Kosten zu senken und somit das Projekt länger fortführen zu können. Das Projekt wird nun von Heike Daute geleitet.
Ziel des Projekts ist es, den Müttern aus unserem Stadtteil eine gesunde und günstige Küche näher zu bringen.

Es wurde eine Befragung der Teilnehmerinnen durchgeführt, dabei ist heraus gekommen, dass sie die Atmosphäre in der Gruppe toll finden und diese sehr von Vertrauen geprägt war. Auch wenn man später in die Gruppe kam, wurde man gut aufgenommen und sofort mit eingebunden. Die Teilnehmerinnen waren durchweg zufrieden, weil nicht nur die Gerichte gesund, lecker und günstig waren, sondern auch persönliche Gespräche über Familie, Erziehung, Arbeit und Gesundheit besprochen werden konnten und man sich gegenseitig unterstützte. Außerdem fanden die Teilnehmerinnen gut, dass sie das Essen, was übrig blieb, mit nach Hause nehmen konnten, als Kostproben für die Kinder und Ehemänner. Es wurde berichtet, dass die Mütter die Gerichte Zuhause schon nachgekocht haben (zu jedem gekochten Gericht erhalten die Mütter die passende Rezepte), was wir als vollen Erfolg des Projekts auslegen.

Da das Projekt im Stadtteil sehr gut angenommen wird, wird es bis zu den Sommerferien 2013 weiterlaufen.

Termine 2012/13:
03.05.12 30.08.12 08.11.12 17.01.13 07.03.13 16.05.13 11.07.13
10.05.12 06.09.12 15.11.12 24.01.13 14.03.13 23.05.13 18.07.13
24.05.12 13.09.12 22.11.12 31.01.13 21.03.13 06.06.13
31.05.12 20.09.12 29.11.12 07.02.13 11.04.13 13.06.13
14.06.12 27.09.12 06.12.12 14.02.13 18.04.13 20.06.13
21.06.12 04.10.12 13.12.12 21.02.13 25.04.13 27.06.13
28.06.12 25.10.12 10.01.13 28.02.13 02.05.13 04.07.13

4.3. FuN (Familie und Nachbarschaft)
Zusammen mit dem Familienzentrum Blumenthalallee veranstaltete der Kinderschutzbund Recklinghausen im ersten Halbjahr 2012 das FuN Projekt.
Mit acht Familien aus der Nachbarschaft wird ein Mal in der Woche drei Stunden lang gespielt und gekocht.
FuN ist ein präventiv wirkendes Familienbildungsprogramm, welches sich vor allem an sozial benachteiligte Familien richtet und sich am Sozialraum der Familie orientiert.
Ziel des FuN-Projekts ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der Familien zu stärken. Dies geschieht über bestimmte Spielvarianten, welche die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern verbessern und trainieren. Die Schlüsselkompetenzen aller Beteiligten werden gefördert und zeitgleich machen alle Familienmitglieder neue Erfahrungen miteinander.
Die Eltern stehen beim FuN Projekt im Mittelpunkt, sie sollen im richtigen Handeln bestärkt werden und Hilfestellungen für das Familienleben im Alltag erhalten. Das Konzept ist nicht defizitorientiert sondern arbeitet mit den vorhandenen Ressourcen der Eltern (der Familie), so wird immer wieder mit positiven Rückmeldungen gearbeitet.
Im Herbst 2013 soll ein weiterer Durchgang gestartet werden, da alle Eltern sehr begeistert waren. Aufgrund von Personalengpässen im Familienzentrum kann der nächste Durchgang erst im Herbst 2013 stattfinden.

Termine 2012
09.05.2012 13.06.2012
16.05.2012 20.06.2012 30.05.2012 27.06.2012 06.06.2012 04.07.2012

5. Teilnahme an Arbeitskreisen

- AK Weltkindertag
Kooperation mit Unicef und Stadt Recklinghausen (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Familienbüro und dem Fachbereich Sport)

- AK Ferienprogramm
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

- AK Gegen Gewalt gegen Kinder
beim Landesverband DKSB – NRW in Wuppertal

- AK Begleiter Umgang
beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

- AG 78 (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Erziehungshilfe) - Stadtteilarbeit / Stadtteilrunde mit Vivawest, Revag e.V., AWO FZ, AWO SZ, SPD, CDU,

IGBCE
- Projekt „Kom(m)a klar“
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

6. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2012/13

2012

Mai

Ab 04.05.2012 Elterncafé (immer Fr. von 10:00 – 11:30 Uhr)
Ab 08.05.2012 Kindermittagstisch (immer Di. von 15:00 – 17:00 Uhr)
Ab 09.05.2012 FuN (immer Mi. von 16:00 – 19:00 Uhr)
(bis 04.07.2012)
21.05.2012 Tag der offenen Tür Revag (Wildermannstr.)
31.05.2012 Jahreshauptversammlung DKSB-Re

Juni

16.6.2012 Sommerfest mit der Brücke im Willy-Brandt-Park

(DKSB Tombola)
23.06.2012 Sommerfest AWO Seniorenzentrum
30.06.2012 Sommerfest der Musikschule (DKSB-Re Catering)

Juli

11.7.2012 Ferienaktion Irrland
17.7.2012 Ferienaktion Dülmener See
23.7.2012 Ferienaktion Fort Fun
26.7.2012 Ferienaktion Phänomania
28.7.2012 Aktionstag Altstadtmarkt (mit FB 51)
31.07.2012 Ferienaktion Movie World

August

8.8.2012 Ferienaktion Tabaluga & Lilly
13. – 17.08.2012 Ferienaktion Aktionswoche Kunterbunt

26.08.2013 Familienfest Drissenplatz

September

23.09.2012 Weltkindertag in der Vestlandhalle
29.09.2012 Familienfest Blumenthalallee

November
24.11.2012 Lichterfest Hochlamark


2013

Januar

29.01. – 05.02.2013 Aktionswoche Kom(m)a klar! (Alkoholprävention)

Februar

08.02.2013 Karnevalsfeier im DKSB
Ab 14.02.2013 Offene Beratung im Familienrecht (jeden 2. Montag im Monat)

März

02.03.2013 Tag der offenen Tür DKSB
26.03.2013 Jungentag im Kinderschutzbund

Mai

01.05.2013 1. Mai Festspielhaus / Infostand
25.05.2013 Sommerfest Kanzlei Strutz

Vorschau 2013 (Stand Mai 2013):

Juni

08.06.2013 Flohmarkt im DKSB für Kinderkleidung und Spielzeug


Juli
06.07.2013 Drissenplatz Stadtteilfest
06.07.2013 Kalima Sommerfest Depot
13.07.2013 Prosper Sommerfest
14.07.2013 Musikschulfest
22.07.2013 Ferienaktion Dechenhöhle
23.07.2013 Ferienaktion Mädchentag
24.07.2013 Ferienaktion Jungentag
26.07.2013 Ferienaktion Müllverbrennungsanlage
29.07.2013 Ferienaktion Irrland
30.07.2013 Ferienaktion Dülmener See 


August

01.08.2013 Ferienaktion Maximilian Park
02.08.2013 Ferienaktion Movie World
05.08.2013 Ferienaktion Wasserwerk
12.08.2013 Ferienaktion Fort Fun
17.08.2013 Altstadtaktionstag Ferien mit FB Kinder, Jugend und Familie 


September

15.09.2013 Weltkindertag
21.09.2013 Eigenes Familienfest auf Blumenthalallee

Oktober

05.10.2013 Kalima Benefizshow für DKSB