Deutscher Kinderschutzbund,
OV Recklinghausen e.V.
Wildermannstr. 51 - 53
45659 Recklinghausen

Tel.: 02361 / 10 94 94
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Jahresberichte

Jahresbericht
Deutscher Kinderschutzbund e.V. Recklinghausen
März 2016 bis Dezember 2016

Jahresbericht März 2016 bis Dezember 2016


Inhaltsverzeichnis:


1. Vorstand, MitarbeiterInnen und Information

2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

2.1.     Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde

2.2.     Begleiteter Umgang

2.3.    Offene Beratung im Familienrecht

2.4.    Kinderabendbrot

2.5.    Spieltreff DKSB

2.6.    Mädchengruppe

2.7.    Jungengruppe

2.8.    Jugendtreff

2.9.    Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)


3.    Projekte

3.1.     Nachbarschaftsprojekt


4. Teilnahme an Arbeitskreisen


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2016


1. Vorstand und Mitarbeiter


Vorstand


Vorsitzender                           Hans Günter Sorger
Stellvertretende Vorsitzende     Peter Specka
Schatzmeister                         Jessica Engler
Schriftführerin                          nicht besetzt
Beisitzerinnen                         Christa Anton

                                             Aline Strutz
                                             Petra Thum
Kassenprüfer                          Marion Weber, Carsten Sorger


Mitarbeiterinnen
         
Diplom Sozialwissenschaftlerin             Denise Anton
Staatl. anerkannte Sozialarbeiterin        Marie-Christin Oneschkow
Praktikantin (Studium der Soz.Arbeit)    Imke Kötter (22.08. – 31.12.2016)
Praktikant(Studium der Soz.Arbeit)       Dennis Orlando (15.04.15 – 06.04.2016)                        

Nebenamtliche

Mitarbeiter/Innen    

Petra Thum                  Krabbelgruppe

Raumpflege                  Stefanie Anton


Mitglieder DKSB Recklinghausen: 67 (Stand 23.02.2017)


Information:

Zum 01.11.2016 hat der Kinderschutzbund Recklinghausen seinen Standort gewechselt. Ca. 200 Meter entfernt vom bisherigen Standort, hat die Vivawest Wohnen GmbH die ehemaligen Räumlichkeiten der REVAG e.V. für die Belange des Kinderschutzbundes hergerichtet. Von ca. 100qm Aktionsfläche haben wir uns damit auf ca. 400qm vergrößert und können nun ein breiteres Angebot bieten und auch Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes


2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde

Die Beratung Hilfesuchender, aus dem ganzen Kreis Recklinghausen, erfolgt sowohl persönlich, als auch per Telefon. Dabei liegt der Fokus auf der Stadt Recklinghausen sowie den Anwohnern der Breuskesbachsiedlung.

Vorrangige Problemfelder dabei sind:

-    Erziehungsfragen

-    Fragen zu Trennung und Scheidung bzw. begleitetem Umgang
-    Fremdmeldungen bezüglich Kindeswohlgefährdung

In den meisten Fällen kann den Hilfesuchenden direkt geholfen werden, indem Lösungsvorschläge unterbreitet werden oder der Kontakt zu andere Fachstellen (z.B. Erziehungsberatung Vest) hergestellt wird. Anlässe, aus denen sich Erwachsene oder Kinder und Jugendliche an den Kinderschutzbund wenden sind:

-    Umgangsrecht bei geschiedenen Eltern (hierbei auch vermehrt Väter und

     Großeltern, Verweigerung der Kindesmutter zu Besuchskontakten),
-    Gewalt gegen Kinder
-    Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden (hier besonders mit dem Jugendamt und Schulen),
-    Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Kindern,
-    Überforderung im Erziehungsalltag,
-    Schulden (Hartz IV),
-    Suche nach Beratungsstellen für Erziehungsfragen
-    Erziehungsschwierigkeiten ( Drogen, Computerspiele + Internet, Pubertät)

Anzahl der Beratungskontakte im Berichtzeitraum ca. 60, sowohl telefonisch als auch persönlich.


2.2. Begleiteter Umgang / Umgangspflegschaften

In der Zeit von März 2016 bis Dezember 2016 gab es 7 Familien, welche die Besuchsbegleitung des Kinderschutzbundes bzw. Umgangspflegschaften in Anspruch genommen haben.

Das Alter der begleiteten Kinder liegt zwischen wenigen Monaten und 12 Jahren.
Die meisten Anfragen kommen von Mitarbeitern des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, aber auch direkt durch die Gerichte und  auch von den Eltern selbst. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen liegt in der Regel in den Händen der Eltern, was eine enorme Herausforderung für Trennungspaare bedeutet.
Im Durchschnitt werden 5 Begleitete Kontakte durchgeführt, in denen die Elternteile angeleitet werden die Kontakte zukünftig selbstständig zu regeln, was in der Regel auch gelingt. Es gibt aber auch Ausnahmefälle (z.B. bei Pflegekindern) bei denen die Besuchsbegleitung dauerhaft durchgeführt wird.
Die Zusammenarbeit mit dem Recklinghäuser Jugendamt verläuft dauerhaft gut.


2.3. Offene Beratung im Familienrecht

Auch im Jahr 2016 hat unser Vorstandsmitglied Aline Strutz (Anwältin) eine Beratung im Bereich Familienrecht angeboten. Diese offene Beratung fand im Jahr 2016 wieder einmal monatlich (jeweils am ersten Montag des Monats) in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr  in den Räumen des Kinderschutzbundes statt.

Dieses Angebot soll alle Menschen in Recklinghausen ansprechen, was vor allem durch stadtweite Werbung angestrebt wird (Zeitung, stadtweite Zeitschrift für Eltern).
Die Beratung erfolgt ohne Anmeldung und ist vertraulich.

Es werden Probleme vor allem im Bereich Trennung, Scheidung und Kindschaftsrecht besprochen und praktische Hinweise gegeben. Bei Problemen oder Fragestellungen aus anderen Rechtsbereichen werden Informationen weitergegeben und Kontaktstellen (z.B. Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale, Mieterschutzbund) genannt.

Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos. Gerne kann aber eine Spende an den Kinderschutz hinterlassen werden.

Termine 2016:

04.01.2016        07.03.2016        02.05.2016        04.07.2016       07.11.2016
01.02.2016         04.04.2016        06.06.2016        05.09.2016       05.12.2016                                                    
2.4. Kinderabendbrot

Seit September 2015 gibt es das „Abendbrot“ im Kinderschutzbund. Immer donnerstags von 18:00 bis 19:00 Uhr können sich die Kinder und Jugendlichen Brote mit Belägen ihrer Wahl (nicht süß)  zubereiten, dazu wird Rohkost gereicht. Das Angebot ist offen für alle Kinder und natürlich kostenlos. Aufgrund der hohen Anzahl muslimischer Besucher wird hier verstärkt auf Schweinefleischfreie Produkte geachtet.

Regelmäßig nehmen zwischen 20 und 30 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 14 Jahren das Angebot an.
Auch in diesem Angebot wird auf das Benehmen am Tisch geachtet, zu dem wird die Kompetenz der eigenen Zubereitung eines Butterbrotes gefördert – es wurde deutlich, dass diese auch bei älteren Kindern nicht immer gegeben ist.


2.5. Spieltreff DKSB (XD-Treff)

Der Spieltreff findet auch in den neuen Räumen donnerstags von 16:00 bis 18:00 Uhr statt. Es findet auf kostenfreier und freiwilliger Basis statt und richtet sich an die Mädchen und Jungen der Breuskesbachsiedlung zwischen 5 und 10 Jahren.

Teilnehmerstruktur und  Konzept

Der Spieltreff wird von etwa 15 bis 25 Kindern der Breuskesbachsiedlung und Umgebung regelmäßig genutzt. Durch den Umzug hat sich die Teilnehmerstruktur des Angebotes  etwas verändert: Der neue Standort hat auch andere Kinder aus der Umgebung auf das Angebot aufmerksam gemacht , während wenige der bisherigen Besucher den Weg zur neuen Einrichtung noch nicht gefunden haben und aktiv wieder eingebunden werden müssen.
Die Gruppe setzt sich überwiegend aus 5-7 Jährigen zusammen, ihnen ist freigestellt, womit sie sich während der Gruppe beschäftigen:
Immer noch sind Rollenspiele und die Beschäftigung mit Lego Hauptaktivitäten der Kinder, Mal- und Bastelangebote haben aber an Attraktivität gewonnen. Durch die jetzt größeren Räume können sich die Kinder in ihrem Spiel frei entfalten und sich in Kleingruppen von den Anderen abgrenzen, sodass sich alle ihren Bedürfnissen entsprechend beschäftigen und dabei unterstützt werden können.
Auch Brett – und Kartenspiele sind noch immer sehr beliebt und werden von den Kindern nach Einleitung der Gruppenleitung eigenständig gespielt.
Der übliche Snack wird aufgrund der jüngeren Teilnehmerstruktur nun meist im Vorfeld vorbereitet. Die Gruppenleitung begleitet die Spiele der Kinder und greift lediglich bei Konflikt-Situationen oder Fragen ein.

Problemlagen

Durch die neue Teilnehmerstruktur ergeben sich neue Spielkonstellationen innerhalb der Gruppe – die Kinder müssen sich in den neuen Räumen und im Austausch mit den anderen Kindern erst finden.
Dies führt bisher jedoch noch nicht zu nachhaltigen Problemlagen innerhalb des Angebots und die Stimmung innerhalb der Gruppe ist sehr entspannt durch die vergrößerten Entfaltungsmöglichkeiten für den Einzelnen.
Durch die weiterhin junge Altersstruktur ist der Betreuungsaufwand weiterhin hoch, das Durchsetzen des Regelwerkes funktioniert zur Zeit jedoch problemlos, der Umgang der Kinder untereinander ist respektvoll. Außerdem fördern die neuen Räume das Ordnungsempfinden der Kinder.  Es ist immer noch wichtig, den Kindern ethisch und moralisch vertretbare Handlungsweisen gerade in Konfliktsituationen und im Umgang miteinander vorzuleben und mitzugeben, da dies durch die Familien nicht mehr gewährleistet ist.

2.6. Mädchengruppe

Die Mädchengruppe findet wöchentlich freitags von 16:30 bis 18:30 Uhr im Kinderschutzbund statt. Es handelt sich um ein offenes, also kostenfreies und freiwilliges Angebot. Es wird weiterhin von zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen geleitet, die von der pädagogischen Leitung in der Ausgestaltung unterstützt werden.


Teilnehmerstruktur
Der Umzug hat in der Mädchengruppe kaum zu Veränderungen der Teilnehmerstruktur geführt, da es bei fast allen Mädchen innerhalb der Siedlung fest im Alltag etabliert ist.
Die Kerngruppe besteht aus 20 Mädchen, die das Angebot regelmäßig nutzen, bis zu 30 Mädchen im Alter von 4 bis 12 Jahren nehmen das Angebot wahr. Der multikulturelle Schwerpunkt der Teilnehmerstruktur ist auch weiterhin vorhanden.

Konzept und Ablauf

Der Gruppenablauf besteht weiterhin aus gemeinsam zubereiteten Snacks, der Durchführung vorher gemeinsam geplanter Aktivitäten und der Ausgestaltung von Freispielzeiten. Die Mädchen werden dabei gefördert, aktiv an der Gruppengestaltung teil zunehmen und lernen auch kompromissbereit zu sein. Die Aktivitäten erstrecken sich von Kreativangeboten über sportliche Aktivitäten bis hin zu gruppendynamischen Spieleolympiaden. Der Bedarf an Einheiten des Freispiels ist nach wie vor hoch, so dass geplante Aktionen je nach Situationslage auch spontan ausfallen, um den Bedürfnissen der Mädchen gerecht zu werden. Dies liegt vor allem an der momentan eher jungen Gruppenstruktur.

Problemlagen

Hauptproblem der Mädchengruppe ist zurzeit der Umgang der Mädchen untereinander und mangelnde Umsetzung des Regelwerkes. Hier wird gemeinsam mit den Ehrenamtlichen an Lösungsstrategien gearbeitet, da eine Durchführung geplanter Aktivitäten oftmals nicht möglich ist. Das Gruppenbudget ist durch die Gruppengröße auch weiterhin meist überschritten, so dass Aktivitäten klein gehalten werden müssen.

2.7. Jungengruppe

Die Jungengruppe wurde bis April 2016 von dem Praktikanten Dennis Orlando – ein Student der Sozialen Arbeit – kostenlos und offen für alle Jungen durchgeführt.

Das Angebot fand mittwochs von 16:15 – 18:15 Uhr statt.
Seit dem musste das Angebot vorerst eingestellt werden, da keine Nachfolge gefunden werden konnte und die pädagogische Leitung aufgrund anderer Angebote nicht einspringen konnte.

Teilnehmerstruktur und Konzept
Die Jungengruppe wurde zuletzt von 10-15 Jungen besucht.
Das Angebot fand abwechselnd in den Räumen des DKSB oder auf den umliegenden Spielplätzen oder Fußballplätzen statt;  die Teilnehmer stammen alle aus der umliegenden Siedlung und verfügen über eine Vielzahl verschiedener Migrationshintergründe.
Die Konzeption ähnelte der der Mädchengruppe; den Kindern wurde ein kleinerer Snack gereicht und das Gruppenangebot ihren Interessen nach gestaltet.

Problemlagen

Die Problematik der Jungengruppe besteht zurzeit in ihrer Nicht-Existenz. Der Bedarf bei den Jungen ist sehr hoch, der DKSB verfügt jedoch nicht über die Personalkapazitäten, das Angebot anbieten zu können. So wird versucht, den Jungen durch Einzeltermine in den Ferien entgegen zu kommen.

2.8. Jugendtreff

Der Jugendtreff  findet freitags zwischen 18:30 und 20:30 Uhr statt. Da dieses Angebot richtet sich an die Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren richtet, bleibt jedoch die Gruppe der über  18-Jährigen noch immer ohne Anlaufstelle in der Siedlung. Das Angebot wird durch die pädagogische Leitung der Einrichtung durchgeführt.

    
Teilnehmerstruktur und Konzept
Dieses Angebot hat während des Umzugs die meisten Einbußen gehabt: einige Jugendliche, die sich bereits umorientiert haben zu Angeboten für Ältere, sind in den neuen Räumen nicht mehr präsent. Dafür sind einige jüngere Kinder in diesem Jahr 10 geworden und können nun teilnehmen, so dass sich die Altersstruktur erheblich verschoben hat. 6 – 8 Jungen und Mädchen zwischen 10 und 12 Jahren kommen zurzeit regelmäßig.  Im Jugendtreff gibt es kein strukturierendes Gruppenprogramm, den Jugendlichen wird der von ihnen gewünschte Freiraum gelassen. Aktivitäten und Snacks werden den Wünschen der Teilnehmer angepasst.

Problemlagen

Durch die veränderte Altersstruktur und die geringere Teilnehmerzahl seit dem Umzug befindet sich dieses Angebot in einer Phase der Umstrukturierung. Diese wird noch erschwert durch mangelnde Eigeninitiative der Teilnehmer, denen es noch nicht gelingt eigene Ideen in das Angebot einfließen zu lassen. Hier muss erst ein neuer Konsens mit allen Beteiligten entwickelt werden.


2.9. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)

Die Krabbelgruppe ist ein Angebot des Kinderschutzbundes für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und findet donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Krabbelgruppe wird von der Kindertagesmutter Petra Thum und wechselnden Praktikantinnen geleitet. Die Krabbelgruppe besteht aus 10 Müttern mit ihren Kindern. Auch in dieser Gruppe sind die Nationalitäten bunt gemischt.

In der Krabbelgruppe haben Kinder und Mütter gemeinsame Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse. Die Mütter bekommen hier Anregungen für die körperliche, geistige, kreative und emotionale Entwicklung ihrer Kinder. Außerdem können sich die Mütter untereinander austauschen, Hilfe anbieten und neue Erfahrungen sammeln.
Da die Kinder durch diese Gruppe mindestens einmal in der Woche mit gleichaltrigen Kindern zusammen sind, wird das soziale Verhalten gestärkt, die Kreativität und der Bewegungsdrang mit Musik und Gesang gefördert. Motorische Übungen wie hüpfen, kriechen und klettern sollen gestärkt werden. Sie lernen Gruppenregeln zu akzeptieren und sich in der Gruppe frei zu bewegen. Reime, Lieder, Spiele, Bücher und das sich verständigen in der Gruppe erweitern die sprachliche Kompetenz.
Für das Jahr 2017 sind verschiedene Sonderangebote, wie z.B. 1Hilfe am Kind, Sportgruppe für Mütter, für die Mütter der Krabbelgruppe geplant.


3. Projekte

Aufgrund der Umbauphase in den neuen Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes und des darauffolgenden Umzugs, war es uns im Jahr 2016 leider nicht möglich mehrere Projekte durchzuführen.

Wir sind froh, dass wir teilweise unter widrigsten Bedingungen unser laufendes Programm weiterhin umsetzen konnten. Dennoch konnten wir ein spezielles Projekt durchführen, welches im nächsten Punkt beschrieben wird. Für das Jahr 2017 haben wir allerdings schon viele neue Ideen.

3.1. Nachbarschaftsprojekt

Seit April 2016 führt der DKSB RE e.V. in der Siedlung  „Neue Stadtgärten“ im Breuskesbachviertel ein Nachbarschaftsprojekt zur Förderung nachhaltiger Nachbarschaftsentwicklung  durch. Idee des Projektes ist es, die  bereits während der Umbaumaßnahme durch Vivawest gestartete Ehrenamtsinitiative weiterzuführen und innerhalb der Siedlung ein Nachbarschaftsnetzwerk aufzubauen, indem die Mieter dabei unterstützt werden, sich aktiv in der Siedlung einzubringen und so das Gemeinschaftsleben den eigenen Interessen entsprechend zu gestalten.

Die Leitung und Durchführung des Projektes liegt bei der pädagogischen Leitung, die über eine Trainer B-Lizenz verfügt und somit ausreichend qualifiziert ist. Das Nachbarschaftsprojekt umfasst folgende Bausteine:
Ein wöchentliches Sportprogramm soll den Austausch innerhalb der Mieterschaft und somit das Gemeinschaftsgefühl und die Zugehörigkeit zur Siedlung fördern und stärken. Gleichzeitig können die Teilnehmer der Angebote kostenfrei und unter professioneller Anleitung die Sportgeräte vor Ort nutzen und die eigene Gesundheit fördern.
Mittwochs beim Angebot für Kinder unter 10 sind 25 Kinder angemeldet und 10 bis 15 nehmen regelmäßig teil.
Montags für Kinder über 10 Jahren in der Turnhalle der ehemaligen Paulusschule sind 10 Kinder angemeldet und 6 nehmen regelmäßig teil.
Das Sportprogramm für Erwachsene mit einem Abendtermin donnerstags wird noch wenig angenommen.
Durch zwei Ehrenamtliche wurde ein monatliches Treffen an der Boule-Bahn etabliert, zu dem mittlerweile regelmäßig mindestens 4 Teilnehmer erscheinen.
Neben dem Sportprogramm ist die Förderung des Ehrenamts ein weiterer Baustein: Das ehrenamtliche Engagement der Mieter für ihre Nachbarschaft soll durch das Projekt unterstützt und weiter ausgebaut werden, um sie aktiv an der Ausgestaltung nachhaltiger Nachbarschaftsentwicklung zu beteiligen und durch die Umsetzung eigener Ideen ein Programm nach den Bedürfnissen der Nachbarschaft zu entwickeln.
Sprechstunden spezielle für Ehrenamtliche und Interessierte im DKSB als Ehrenamtszentrale, die Vernetzung aller Beteiligter auf der Online-Plattform nebenan.de und Einzelaktionen für die gesamte Nachbarschaft sind hier als beispielhafte Mittel zur Umsetzung der Ziele zu nennen.
Der gemeinsam organisierte KSR-Putztag, das jährliche Nachbarschaftsfest und regelmäßig stattfindende Ehrenamtstreffen sind darüber hinaus Termine, an denen sich alle einbringen können. Darüber hinaus wurde ein Projektflyer entwickelt, der auch bei anderen Festivitäten dazu genutzt wird, um das Projekt zu bewerben.
Ein Kochangebot für Erwachsene und der „Kaffeeklatsch“ als Angebot des lockeren Austauschs im Vormittagsbereich runden das Angebot ab.


4. Teilnahme an Arbeitskreisen

- AK Weltkindertag

Kooperation mit Unicef und Stadt Recklinghausen (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Familienbüro und dem  Fachbereich Sport)

-  AK Ferienprogramm

Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

- AK Gegen Gewalt gegen Kinder  beim Landesverband DKSB – NRW in Wuppertal

- AK Begleiter Umgang beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

- AK der hauptamtlichen Geschäftsführer beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

- AG 78  (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Erziehungshilfe)

- Netzwerktreffen aller Einrichtungen und Stellen in RE, die mit dem Thema „Trennung und

            Scheidung“ betreut sind

- Kooperationszirkel des Kreisgesundheitsamtes

- Stadtteilrunde (Quartiersrunde) mit Vivawest, AWO FZ, AWO SZ, SPD, CDU,

 IGBCE, Seniorenbeirat, Ruhrfestspiele, AWO, katholische und evangelische Kirchengemeinden

- Projekt „Kom(m)a klar“

Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

Außerdem nehmen Marie-Christin Oneschkow  und Denise Anton als Vertreterinnen des DKSB an den Ausschusssitzungen des Ratsausschusses für den Themenschwerpunkt „Kinder, Jugend und Familie“ teil.


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2016


25.01.-04.02.2016        Kom(m)a Klar! Aktionswoche
12.03.2016                  „RE putzt sich raus“ – Putzaktion
21.05.2016                  Kinderfest Kanzlei Strutz
02.07.2016                  Musikschulfest
03.07.2016                  Kindertag beim Public Viewing auf dem Rathausplatz
11.07.2016                  Ferienaktion Star Wars

13.07.2016                  Ferienaktion Star Wars
15.07.2016                  Ferienaktion Movie World
22.07.2016                  Ferienaktion Irrland
25.07.2016                  Ferienaktion Fort Fun
27.07.2016                  Ferienaktion Kinder am Kanal
03.09.2016                  Straßenfest Auf den Flachsbeckwiesen
10.09.2016                  Drissenplatzfest
18.09.2016                  Weltkindertag

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Jahresbericht
Deutscher Kinderschutzbund e.V. Recklinghausen
Mai 2015 bis März 2016


Jahresbericht Mai 2015 bis März 2016

Inhaltsverzeichnis:


1. Vorstand und Mitarbeiterinnen

2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

2.1.     Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde
2.2      Begleiteter Umgang
2.3.    Offene Beratung im Familienrecht
2.4.    Kindermittagstisch / Kinderabendbrot
2.5.    Spieltreff DKSB
2.6.    Mädchengruppe
2.7.    Jungengruppe
2.8.    Jugendtreff
2.9.    Kabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)

3.    Projekte

3.1.     Familienküche

3.2.    Schokoladenprojekt


4. Teilnahme an Arbeitskreisen


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2015/16


1. Vorstand und Mitarbeiter

Vorstand

Vorsitzender                                      Hans Günter Sorger
Stellvertretende Vorsitzende          Peter Specka
Schatzmeister                                  Jessica Engler
Schriftführerin                                   nicht besetzt

Beisitzerinnen                                  Christa Anton
                                                            Aline Strutz
                                                            Petra Thum

Kassenprüfer                                   Marion Weber, Carsten Sorger

Mitarbeiterinnen   
         
Diplom Sozialwissenschaftlerin              Denise Anton
Staatl. anerkannte Sozialarbeiterin         Marie-Christin Oneschkow
Praktikantin (Studium der Soz.Arbeit)     Ayse Yilmaz (23.02. – 26.09.2015)
Praktikant(Studium der Soz.Arbeit)          Dennis Orlando (15.04.15 – 06.04.2016) 
                       
Nebenamtliche Mitarbeiter/Innen

Petra Thum                  Krabbelgruppe / Elterncafé

Raumpflege                  Stefanie Anton


Mitglieder DKSB Recklinghausen: 65 (Stand 30.06.2016)


2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes


2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde

Die Beratung Hilfesuchender, aus dem ganzen Kreis Recklinghausen, erfolgt sowohl persönlich, als auch per Telefon, dabei liegt der Fokus auf der Stadt Recklinghausen sowie den Anwohnern der Breuskesbachsiedlung.

Vorrangige Problemfelder dabei sind:

-    Erziehungsfragen
-    Fragen zu Trennung und Scheidung bzw. begleitetem Umgang
-    Fremdmeldungen bezüglich Kindeswohlgefährdung

In den meisten Fällen kann den Hilfesuchenden direkt geholfen werden, indem Lösungsvorschläge unterbreitet werden oder der Kontakt zu andere Fachstellen (z.B. Erziehungsberatung Vest) hergestellt wird. Anlässe, aus denen sich Erwachsene oder Kinder und Jugendliche an den Kinderschutzbund wenden sind:

-    Umgangsrecht bei geschiedenen Eltern (hierbei auch vermehrt Väter und
      Großeltern, Verweigerung der Kindesmutter zu Besuchskontakten),
-    Gewalt gegen Kinder
-    Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden (hier besonders mit dem Jugendamt und Schulen),
-    Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Kindern,
-    Überforderung im Erziehungsalltag,
-    Schulden (Hartz IV),
-    Suche nach Beratungsstellen für Erziehungsfragen
-    Erziehungsschwierigkeiten ( Drogen, Computerspiele + Internet, Pubertät)

Anzahl der Beratungskontakte im Berichtzeitraum ca. 80, sowohl telefonisch als auch persönlich.


2.2. Begleiteter Umgang

In der Zeit von Mai 2015 bis März 2016 gab es 14 Familien, welche die Besuchsbegleitung des Kinderschutzbundes in Anspruch genommen haben.
Das Alter der begleiteten Kinder liegt zwischen wenigen Monaten und 12 Jahren.
Die meisten Anfragen kommen von Mitarbeitern des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, mittlerweile aber auch direkt durch die Gerichte und  auch von den Eltern selbst. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen liegt in der Regel in den Händen der Eltern, was eine enorme Herausforderung für Trennungspaare bedeutet.
Im Durchschnitt werden 5 Begleitete Kontakte durchgeführt, in denen die Elternteile angeleitet werden die Kontakte zukünftig selbstständig zu regeln, was in der Regel auch gelingt. Es gibt aber auch Ausnahmefälle (z.B. bei Pflegekindern) bei denen die Besuchsbegleitung dauerhaft durchgeführt wird.
Die Zusammenarbeit mit dem Recklinghäuser Jugendamt verläuft dauerhaft gut.


2.3. Offene Beratung im Familienrecht

Auch in den Jahren 2015 & 2016 bietet unser Vorstandsmitglied Aline Strutz (Anwältin) eine Beratung im Bereich Familienrecht an. Diese offene Beratung fand im Jahr 2015 wieder einmal monatlich (jeweils am zweiten Montag des Monats) in den Räumen des Kinderschutzbundes statt. Ab 2016 findet das Angebot immer am ersten Montag des Monats in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr statt.

Dieses Angebot soll alle Menschen in Recklinghausen ansprechen, was vor allem durch stadtweite Werbung angestrebt wird (Zeitung, stadtweite Zeitschrift für Eltern).
Die Beratung erfolgt ohne Anmeldung und ist vertraulich.

Es werden Probleme vor allem im Bereich Trennung, Scheidung und Kindschaftsrecht besprochen und praktische Hinweise gegeben. Bei Problemen oder Fragestellungen aus anderen Rechtsbereichen werden Informationen weitergegeben und Kontaktstellen (z.B. Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale, Mieterschutzbund) genannt.
Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos. Gerne kann aber eine Spende an den Kinderschutz hinterlassen werden.

Termine 2015:
12.01.2015        09.03.2015        11.05.2015        10.08.2015       09.11.2015
09.02.2015         13.04.2015        08.06.2015        14.09.2015       14.12.2015

Termine 2016:
04.01.2016        07.03.2016        02.05.2016        04.07.2016       07.11.2016
01.02.2016        04.04.2016        06.06.2016        05.09.2016      05.12.2016              
                                    

                    
2.4. Kindermittagstisch / Kinderabendbrot

Der Kinderschutzbund bot bis zum Sommer 2015 immer dienstags in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr eine kostenloses Mittagessen für Kinder an.
Auf Grund massiv steigender Kosten, aber auch zunehmender Ansprüche der Kinder an die angebotenen Mahlzeiten wurde dieses Angebot zu den Sommerferien 2015 hin eingestellt, um das Konzept zu überdenken.
Seit September 2015 gibt es als Alternativangebot das „Abendbrot“ donnerstags von 18:00 bis 19:00: Hier können sich die Besucher Brote mit Belägen ihrer Wahl zubereiten, dazu wird Rohkost gereicht. Das Angebot ist offen für alle und kostenlos. Aufgrund der hohen Anzahl muslimischer Besucher wird hier verstärkt auf Schweinefleischfreie Produkte geachtet.
Das Angebot hat sich mittlerweile herumgesprochen, so dass regelmäßig zwischen 20 und 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 13 Jahren in mehreren Etappen daran teilnehmen.
Auch in diesem Angebot wird weiterhin auf das Benehmen am Tisch geachtet, zu dem wird die Kompetenz der eigenen Zubereitung eines Butterbrotes gefördert – es wurde deutlich, dass diese auch bei älteren Kindern nicht gegeben ist.


2.5. Spieltreff DKSB (XD-Treff)

Der Spieltreff findet auch weiterhin wöchentlich donnerstags von 16:00 bis 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten des DKSB statt. Es findet auf kostenfreier und freiwilliger Basis statt und richtet sich an die Mädchen und Jungen der Breuskesbachsiedlung zwischen 5 und 10 Jahren.


Teilnehmerstruktur und  Konzept
Der Spieltreff wird von etwa 25 bis 35 Kindern der Breuskesbachsiedlung und Umgebung regelmäßig genutzt. Momentan setzt sich die Gruppe überwiegend aus 5-8 Jährigen zusammen, ihnen ist freigestellt, womit sie sich während der Gruppe beschäftigen:
Aufgrund der weiterhin eher jüngeren Teilnehmerstruktur sind nach wie vor der Kaufladen und die Puppenecke, sowie der Legoteppich und das Playmobil Spielorte erster Wahl. Dabei ist keine Geschlechterkontrolle erkennbar. Der Bastelschrank und die Wii spielen momentan im Alltag der Gruppe keine Rolle, Brett – und Kartenspiele sind dagegen sehr beliebt und werden von den Kindern nach Einleitung der Gruppenleitung eigenständig gespielt.
Die Zubereitung eines Snacks ist weiterhin fester Bestandteil des Angebots; so wird meist Rohkost mit den Kindern zusammen zubereitet und angerichtet.
Die Gruppenleitung begleitet die Spiele der Kinder und greift lediglich bei Konflikt-Situationen oder Fragen ein. Neu ist, dass das Aufräumen als gemeinsame Aktion gegen Ende des Angebotes eingeführt werden musste, da die Kompetenzen zum eigenständigen Aufräumen in der jetzigen Gruppe erst gefördert werden muss. Auch dies liegt an der Teilnehmerstruktur aus vor allem jüngeren Kindern, die unser Repertoire für ausgedehnte Spielsituationen in Interaktion miteinander nutzen und dabei oft die Zeit und alles andere vergessen.

Problemlagen
Die Gruppe der  sechs bis acht Neuzugänge des letzten Jahres sorgt weiterhin für Spannungen in der Gruppe, da diese sich in ihrem Sozialverhalten als sehr schwach und nicht altersgemäß erwiesen und im Gruppenalltag eine enge Betreuung benötigen. Diese ist jedoch nicht immer gewährleistet bei einer Betreuung von 1:30, sodass zum Schutz der anderen Kinder auch schon temporäre Hausverbote erteilt werden mussten.   
Die gemeinsamen Aufräumaktionen beanspruchen einen erheblichen Zeitraum des Angebotes und erfolgen unter strikten Anweisungen, da angemessenes Verhalten im Umgang mit Spielzeug und Ordnung nahezu allen Teilnehmern nicht bewusst zu sein scheint.
Es ist immer noch wichtig, den Kindern ethisch und moralisch vertretbare Handlungsweisen gerade in Konfliktsituationen und im Umgang miteinander vorzuleben und mitzugeben, da dies durch die Familien nicht mehr gewährleistet ist.
Der bisher erarbeitete respektvolle Umgang untereinander ist nur schwer wieder zu erreichen und gerade den Neuzugängen nicht immer dauerhaft zu vermitteln – so kam es auch schon zu tätlichen Auseinandersetzungen mit der Gruppenleitung.
Problematisch ist nach wie vor die bestehende Größe der Gruppe, da so die Snacks aus finanziellen Gründen eher klein gehalten werden müssen und verschiedene Ecken des DKSB (wie die Puppenecke und der Kaufladen) oftmals überfüllt sind, was zu Streitigkeiten und Konflikten führt.


2.6. Mädchengruppe

Die Mädchengruppe findet wöchentlich freitags von 16:30 bis 18:30 Uhr im Kinderschutzbund statt. Es handelt sich um ein offenes, also kostenfreies und freiwilliges Angebot. Seit April 2015 wird dieses Angebot von einer Ehrenamtlichen selbstständig durchgeführt – seit September 2015 wird sie dabei von einer weiteren Ehrenamtlichen unterstützt. Die Leitung des Angebotes durch zwei ehrenamtliche Leitungen, die durch eine pädagogische Fachkraft von Zeit zu Zeit begleitet werden, ist bei der nach wie vor hohen Frequentierung (siehe unten) innerhalb des Viertels auch sehr sinnvoll.


Teilnehmerstruktur
Die Kerngruppe besteht mittlerweile aus 20 Mädchen, die das Angebot regelmäßig nutzen. Insgesamt nehmen bis zu 30 Mädchen im Alter von 4 bis 12 Jahren an der Mädchengruppe teil. Ein Großteil der älteren Mädchen ist mittlerweile aufgrund anderer Aktivitäten oder verlängerter Schulzeiten weggebrochen, es sind jedoch zahlreiche Mädchen im Alter von 5-8 nachgerutscht.
Die Eltern der Mädchen verfügen dabei meist über einen türkischen, russischen oder polnischen Migrationshintergrund, dem sie sich auch verbunden fühlen. Durch Werbung der Mädchen in der Schule hat sich das Einzugsgebiet über die Wohnsiedlung der Blumenthalallee hinaus erweitert und es nehmen immer mehr deutsche Mädchen das Angebot wahr. Nach den Sommerferien stießen 5-7 deutsche Mädchen zur Gruppe hinzu, die in der Schule durch Freunde von dem Angebot erfahren hatten.

Konzept und Ablauf
Zu Beginn der Gruppe wird – aufgrund der Gruppengröße -  gemeinsam mit einem wechselnden Teil der Mädchen eine Kleinigkeit gekocht. Dem Rest der Gruppe steht diese Zeit zum freien Spiel zur Verfügung. Beim anschließenden Essen werden Snack und Aktivität für die nächste Woche festgelegt; so nehmen die Mädchen aktiv an der Gruppengestaltung teil und lernen auch kompromissbereit zu sein.
Die Aktivitäten erstrecken sich von Kreativangeboten über sportliche Aktivitäten bis hin zu gruppendynamischen Spieleolympiaden.
Der Bedarf an Einheiten des Freispiels ist nach wie vor hoch, so dass geplante Aktionen je nach Situationslage auch spontan ausfallen, um den Bedürfnissen der Mädchen gerecht zu werden. Dies liegt vor allem an der momentan eher jungen Gruppenstruktur.

Problemlagen
Die Hauptproblematik der Mädchengruppe liegt mittlerweile lediglich in der Gruppenstärke: Beim Essen, Brettspielen oder Bastelangeboten gibt es nur begrenzt Platz
Außerdem ist durch die Größe der Gruppe das Budget des Angebotes meistens überschritten, so dass die zubereiteten Snacks und durchgeführten Aktionen zurückgefahren werden mussten. Durch die junge Gruppenstruktur ist auch in diesem Angebot das Freispiel sehr beliebt und Kleingruppen verlagern sich innerhalb der Einrichtung.
Gruppeninterne Konflikte gibt es nur noch selten, es werden jedoch einzelne Mädchen ausgegrenzt – hier gilt es intervenierend einzugreifen und durch gezielte Gruppenangebote dagegen zu arbeiten.


2.7. Jungengruppe

Seit Anfang 2015 führt der Praktikant Dennis Orlando – ein Student der Sozialen Arbeit – dieses offene und kostenfreie Angebot in den Räumen des DKSB RE durch. Das Angebot findet weiterhin mittwochs von 16:15 – 18:15 Uhr statt; bedingt durch die Arbeitszeiten des  Praktikanten kam es hier jedoch immer wieder zu Unregelmäßigkeiten. Dennis Orlando beendet sein Praktikum voraussichtlich Mitte April 2016. Eine Nachfolge ist bis zum jetzige Zeitpunkt noch nicht gefunden, so dass das Angebot wieder in den Verantwortungsbereich der pädagogischen Fachkraft übergeht.


Teilnehmerstruktur und Konzept
Die Jungengruppe wurde anfangs von bis zu 20 Jungen von 5 bis 13 Jahren besucht, mittlerweile sind es noch 10 – 15 Teilnehmer; mehr dazu unter Problemlagen. Das Angebot findet abwechselnd in den Räumen des DKSB oder auf den umliegenden Spielplätzen oder Fußballplätzen statt;  die Teilnehmer stammen alle aus der umliegenden Siedlung und verfügen über eine Vielzahl verschiedener Migrationshintergründe.
Die Konzeption ähnelt der der Mädchengruppe; den Kindern wird ein kleinerer Snack gereicht und das Gruppenangebot ihren Interessen nach gestaltet.
So finden häufig Fußball- oder Kickerturniere oder Wettbewerbe an der Wii statt. Ansonsten ist auch in dieser Großgruppe das Freispiel sehr beliebt, in dem sich die Jungen innerhalb ihrer Altersgruppen mit Lego oder anderen Spielangeboten de DKSB beschäftigen.

Problemlagen
Aufgrund der unterbrochenen Durchführung dieses Angebotes haben die Jungen eine verbindliche Teilnahme bei Dennis Orlando noch nicht verinnerlicht. Die unregelmäßigen Anfangszeiten und oft langen Schulzeiten hat diese Problematik noch verstärkt, sodass ein Teil der jungen Gruppe eingebrochen ist. Es soll in Zukunft daran gearbeitet werden, wieder eine verbindliche Struktur in das Angebot zu bringen und den Stamm der teilnehmenden Jungen wieder zu vergrößern.


2.8. Jugendtreff

Der Jugendtreff  findet immer freitags zwischen 18:30 und 20:30 Uhr statt, was bei den Jugendlichen auf großen Zuspruch trifft, da sie oftmals keine konkrete Abendplanung haben. Da dieses Angebot sich an die Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren richtet, bleibt jedoch die Gruppe der über  18-Jährigen noch immer ohne Anlaufstelle in der Siedlung. Das Angebot wird durch die pädagogische Fachkraft der Einrichtung durchgeführt.

    
Teilnehmerstruktur und Konzept
Der Jugendtreff findet Hauptraum des DKSB statt, das der Keller nach den Umbauarbeiten aufgrund eines fehlenden Notausganges nicht mehr für Gruppenangebote nutzbar ist. Es hat sich eine feste Gruppenstruktur von 8 bis 10 Jungen und Mädchen gebildet, die wechselnde Freunde mitbringen. Diese kommen überwiegend aus der Breuskesbachsiedlung.
Im Jugendtreff gibt es kein strukturierendes Gruppenprogramm, den Jugendlichen wird der von ihnen gewünschte Freiraum gelassen.
Aktionen werden vorher besprochen. Fester Bestandteil des Angebots ist lediglich die gemeinsame Zubereitung eines kleinen Snacks. Die Gruppenleitung dient letztlich als Ansprechpartnerin und gibt dem Angebot eine koordinierende Struktur vor – die Ausgestaltung übernehmen die Jugendlichen selbst.
Die Jugendlichen nutzen die Zeit, sich ungestört auszutauschen, in letzter Zeit häuften sich auch politisch interessierte Diskussionen (z.B. nach den Anfängen von Pegida), in die die Gruppenleitung miteinbezogen wird.

Problemlagen
Seit Mitte 2015 kam es vermehrt zu heftigen Auseinandersetzungen der männlichen Jugendlichen mit der Gruppenleitung aufgrund vorheriger Gruppeninterner Konflikte, sodass mehrfach befristete Hausverbote und Gruppengespräche angeordnet werden mussten.
Da sich die Mädchen durch diese Geschehnisse zunehmend belästigt fühlten, wurde der Jugendtreff ab September 2015 gezwungener Maßen geschlechtergetrennt durchgeführt, so dass beide Seiten das Angebot im zweiwöchigen Rhythmus nutzen konnten. Die Situation entspannte sich über den Winter merklich und Hauptakteure der Auseinandersetzungen wurden festgestellt, sodass seit Februar 2016 wieder alle gleichzeitig am Jugendtreff teilnehmen können.
Mit einzelnen Teilnehmern ist der Umgang innerhalb der Gruppe weiterhin schwierig, da auch die Autorität der Gruppenleitung nicht anerkannt und Gruppenregeln nicht befolgt werden; hier kommt es weiterhin zu Hausverbotsregelungen.


2.9. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)

Die Krabbelgruppe ist ein Angebot des Kinderschutzbundes für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und findet donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Krabbelgruppe wird von der Kindertagesmutter Petra Thum und bis September 2015 von der Praktikantin Ayse Yilmaz geleitet und begleitet. Die Krabbelgruppe besteht aus 11 Müttern mit ihren Kindern. Auch in dieser Gruppe sind die Nationalitäten bunt gemischt.
In der Krabbelgruppe haben Kinder und Mütter gemeinsame Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse. Die Mütter bekommen hier Anregungen für die körperliche, geistige, kreative und emotionale Entwicklung ihrer Kinder. Außerdem können sich die Mütter untereinander austauschen, Hilfe anbieten und neue Erfahrungen sammeln.
Da die Kinder durch diese Gruppe mindestens einmal in der Woche mit gleichaltrigen Kindern zusammen sind, wird das soziale Verhalten gestärkt, die Kreativität und der Bewegungsdrang mit Musik und Gesang gefördert. Motorische Übungen wie hüpfen, kriechen und klettern sollen gestärkt werden. Sie lernen Gruppenregeln zu akzeptieren und sich in der Gruppe frei zu bewegen. Reime, Lieder, Spiele, Bücher und das sich verständigen in der Gruppe erweitern die sprachliche Kompetenz.


3. Projekte

3.1. Familienküche (satt, gesund & günstig)

Im Frühjahr 2011 startete in Zusammenarbeit mit dem Vestischen Gesundheitsdienst der Kreisverwaltung Recklinghausen, dem Bildungsbüro der Stadt Recklinghausen sowie dem AWO-Familienzentrum Blumenthalallee Recklinghausen das Kochprojekt „Satt, gesund und günstig“. Da dieses Projekt sehr gut angenommen wurde, wird es seit Winter 2011/2012 von den Projektpartner Kinderschutzbund und AWO-Familienzentrum Blumenthalallee bis zu den Sommerferien 2015 weiter geführt. Ziel des Projekts ist es, den Müttern aus unserem Stadtteil eine gesunde und günstige Küche näher zu bringen.


Zu jedem Jahresende wird eine Befragung der Teilnehmerinnen durchgeführt, dabei ist jedes Mal heraus gekommen, dass sie die Atmosphäre in der Gruppe toll finden und diese sehr von Vertrauen geprägt war. Die Teilnehmerinnen waren durchweg zufrieden, weil nicht nur die Gerichte gesund, lecker und günstig waren, sondern auch persönliche Gespräche über Familie, Erziehung, Arbeit und Gesundheit besprochen werden konnten und man sich gegenseitig unterstützte. Es wurde berichtet, dass die Mütter die Gerichte Zuhause schon nachgekocht haben (zu jedem gekochten Gericht erhalten die Mütter die passende Rezepte), was wir als vollen Erfolg des Projekts auslegen.     

Aufgrund der finanziellen Situation des Kinderschutzbundes wurde das Projekt zu den Sommerferien 2015 beendet. Wir hoffen, dass wir neue Sponsoren finden und ggf. nach unserem Umzug 2016 einen neuen Anlauf starten können.           

Termine 2015:
05.02.2015        16.04.2015    
12.02.2015        23.04.2015        
19.02.2015        30.04.2015        
26.02.2015        07.05.2015        
05.03.2015        21.05.2015                
12.03.2015        28.05.2015        
19.03.2015        11.06.2015        
26.03.2015 
       

 
3.2. Das Schokoladen-Projekt

„Das Schokoladen – Projekt“, gefördert vom LWL, wurde vom 05.10.2015 bis zum 08.10.2015 in den Räumen des DKSB RE e.V durchgeführt,  es nahmen 11 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren teil; davon 8 Mädchen und 3 Jungen.


Am Vormittag des ersten Tages wurde den Kindern der Film „Schmutzige Schokolade“ von Miki Mistrati (2010) als Einstieg vorgeführt;  die im Film thematisierte Kinderarbeit verursachte eine tiefe Betroffenheit unter den Teilnehmern und führte direkt zu Anfang zu einer Diskussion über Kinderarbeit im Allgemeinen. Darüber hinaus wurden sie sich bewusst, dass sie sich  trotz aller eigener Probleme – auch auf Grund bestimmter religiöser Zugehörigkeiten, Stigmatisierungen durch ihr Elternhaus oder ihren Wohnort, in einer messbar privilegierteren Situation befinden: Die Teilnehmer führten auf, dass sie nicht selbst für ihren Lebensunterhalt oder den ihrer Familie hart arbeiten gehen müssen und zahlreiche Wahlmöglichkeiten im Leben haben, auch wenn es sich oftmals nicht so anfühlt.
Nach Einführung der Bücher „Wie wurde meine Schokolade gemacht?“ von Karin Harel (2011) und „Schokolade – Kopiervorlagen mit Arbeitsblättern“ von Caroline Rudolph (2014), die noch einmal leicht verständlich die einzelnen Produktionsschritte der Schokolade erläutern, wurde zudem über die bereits im Film beschriebenen globalen Folgen des Schokoladenkonsums angerissen.
Im Anschluss daran wurden die einzelnen Kennzeichnungen z.B. Fairtrade Siegel noch einmal vertiefend mit den Kindern besprochen, bevor der Themenbereich der Kinderarbeit und speziell der Kinderrechte am Nachmittag noch einmal Schwerpunkt wurde. Gerade in der Vertiefung der Kinderrechte zeigt sich, dass fast alle Teilnehmer nichts über ihre Rechte und die weltweite Gültigkeit der UN – Kinderrechtskonvention wissen.
In der Ideenwerkstatt als inhaltlicher Abschluss des Projektes fordern die Teilnehmer die dauerhafte Verwendung von Fair Trade – Produkten in der Einrichtung des DKSB RE  - auch über den Bereich der Schokolade hinaus. Sie wollen die erworbenen Bücher und Infomaterialien fest in der Einrichtung platzieren, um die erlernten Informationen auch anderen Einrichtungsbesuchern zugänglich zu machen.
Am Vormittag des letzten Projekttages haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die theoretisch erarbeiteten Kenntnisse über die Herstellung der Schokolade und den damit verbundenen mühsamen Zeitaufwand praktisch zu erleben, denn es wurde gemeinsam Trinkschokolade hergestellt:
Sie pulen die vorher 30 Minuten gerösteten Kakaobohnen für die Trinkschokolade selbst und verfolgen alle Produktionsschritte bis zum Endprodukt mit. Alle sind überrascht, dass die Trinkschokolade völlig anders schmeckt als der herkömmliche Kakao; er ist bitterer und erst nach erheblicher Zuckerzugabe süßlich. Es wird deutlich, wieviel Zucker oftmals in den günstigen Fertigprodukten steckt und wie wenig sie mit der herkömmlichen Kakaobohne zu tun haben.

Als Projektergebnisse lassen sich abschließend folgende festhalten: den  Kindern wird überhaupt erst bewusst, dass Schokolade ursprünglich aus Kakaobohnen besteht, wie diese aussehen und wo sie wachsen. Ihnen wird der lange Produktionsweg vermittelt und  der feste Bestandteil der Kinderarbeit vor Augen geführt. Diese Erkenntnisse  als Aufhänger führten zur Auseinandersetzung mit der eigenen privilegierten Situation und der Thematik der Kinderrechte im Allgemeinen, über die keine Vorkenntnisse vorhanden waren. Es kam zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum und dem Kennenlernen von Produktalternativen sowie der realistischen Einschätzung der Umsetzung im eigenen Alltag.


4. Teilnahme an Arbeitskreisen

- AK Weltkindertag

Kooperation mit Unicef und Stadt Recklinghausen (Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Familienbüro und dem  Fachbereich Sport)

-  AK Ferienprogramm
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

-  AK Gegen Gewalt gegen Kinder  beim Landesverband DKSB – NRW in Wuppertal

-  AK Begleiter Umgang beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

-  AK der hauptamtlichen Geschäftsführer beim Landesverband DKSB –NRW in Wuppertal

-  AG 78  (Arbeitsgemeinschaft der freien Träger der Erziehungshilfe)

-  Netzwerktreffen aller Einrichtungen und Stellen in RE, die mit dem Thema
„Trennung und
Scheidung“ betreut sind

-  Kooperationszirkel des Kreisgesundheitsamtes

- Stadtteilarbeit / Stadtteilrunde mit Vivawest, Revag e.V., AWO FZ, AWO SZ, SPD, CDU,
 IGBCE

- Projekt „Kom(m)a klar“
Kooperation mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie und den
freien Träger der offenen Kinder und Jugendarbeit

Außerdem nehmen Marie-Christin Oneschkow  und Denise Anton als Vertreterinnen des DKSB an den Ausschusssitzungen des Ratsausschusses für den Themenschwerpunkt „Kinder, Jugend und Familie“ teil.


5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2015/16


2015

30.05.2015             Kinderfest Kanzlei Strutz
20.06.2015             Musikschulfest
21.07.2015             Ferienaktion Star Wars
22.07.2015             Ferienaktion Star Wars
23.07.2015             Ferienaktion Ketteler Hof
24.07.2015             Ferienaktion Hexen & Zauberer
31.07.2015             Ferienaktion Movie World

07.08.2015             Gemeinsamer Ausflug mit Vivawest und Bewohnern in den Zoom GE
10.08.2015             Ferienaktion Irrland
15.08.2015             Sommerfest AWO Seniorenzentrum
29.08.2015             Straßenfest auf der Blumenthalallee
20.09.2015             Weltkindertag in der Vestlandhalle unter erstmaliger Leitung des                                    Kinderschutzbundes
26.09.2015             Drissenplatzfest
30.10.2015             Halloweenparty
26.11.2015             Feier  35 Jahre Kinderschutzbund Recklinghausen
13.12.2015            Geschenkebaum auf dem Weihnachtsmarkt

2016

25.01.-04.02.2016      Kom(m)a Klar! Aktionswoche

12.03.2016                 „RE putzt sich raus“ – Putzaktion
21.05.2016                  Kinderfest Kanzlei Strutz
02.07.2016                  Musikschulfest
03.07.2016                  Kindertag beim Public Viewing auf dem Rathausplatz
11.07.2015                  Ferienaktion Star Wars
13.07.2015                  Ferienaktion Star Wars
15.07.2015                  Ferienaktion Movie World
18.07.2015                  Ferienaktion Archäologischer Park Xanten
22.07.2015                  Ferienaktion Irrland
25.07.2015                  Ferienaktion Fort Fun
27.07.2015                  Ferienaktion Kinder am Kanal
03.09.2016                  Straßenfest Auf den Flachsbeckwiesen
10.09.2016                  Drissenplatzfest
18.09.2016                  Weltkindertag   ____________________________________________________________________________________

Jahresbericht
Deutscher Kinderschutzbund e.V. Recklinghausen

Mai 2014 bis Mai 2015

Jahresbericht Mai 2014 bis Mai 2015

Inhaltsverzeichnis:
1. Vorstand und Mitarbeiterinnen
2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes
2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde
2.2 . Begleiteter Umgang
2.3. Offene Beratung im Familienrecht
2.4. Kindermittagstisch 
2.5. Spieltreff DKSB 
2.6. Mädchengruppe 
2.7. Jungengruppe 
2.8. Jugendtreff 
2.9. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)
2.10. Elterncafé bis Ende 2014 
3. Projekte 
3.1. Familienküche 
3.2. Veganics 
3.3. Web-Chiefs 
4. Teilnahme an Arbeitskreisen 
5. Öffentlichkeitsarbeit / Termine 2014/15 

1. Vorstand und Mitarbeiter 
Vorstand 
Vorsitzender: Hans Günter Sorger
Stellvertretende Vorsitzende: Heike Daute
Schatzmeister: Bernd Daute
Schriftführerin: Inge Sticht

Beisitzerinnen:
Christa Anton
Aline Strutz
Petra Thum 

Kassenprüfer: Brigitte Droste, Marion Weber

Mitarbeiterinnen: 
Diplom Sozialwissenschaftlerin Denise Anton
Staatl. anerkannte Sozialarbeiterin Marie-Christin Oneschkow
Praktikantin (Studium der Soz.Arbeit) Ayse Yilmaz (23.02. – 26.09.2015)
Praktikant(Studium der Soz.Arbeit) Dennis Orlando (15.04.15 – Sommer 2016)

Nebenamtliche und
Ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen: 
Petra Thum Krabbelgruppe / Elterncafé 
Heike Daute Kochprojekt / Kindermittagstisch / Elterncafé (bis 30.06.2014) 
Raumpflege: Stefanie Anton

 Mitglieder DKSB Recklinghausen: 67 (Stand 30.05.2015)

 2. Angebote und Aktionen des Kinderschutzbundes

 2.1. Beratung Hilfesuchender / Sozialsprechstunde
Die Beratung Hilfesuchender, aus dem ganzen Kreis Recklinghausen, erfolgt sowohl persönlich, als auch per Telefon, dabei liegt der Fokus auf der Stadt Recklinghausen sowie den Anwohnern der Breuskesbachsiedlung.
Vorrangige Problemfelder dabei sind: 
- Erziehungsfragen
- Fragen zu Trennung und Scheidung
- Fremdmeldungen bezüglich Kindeswohlgefährdung 
In den meisten Fällen kann den Hilfesuchenden direkt geholfen werden, indem Lösungsvorschläge unterbreitet werden oder indem der Kontakt zu andere Fachstellen (z.B. Erziehungsberatung Vest) hergestellt wird. Anlässe, aus denen sich Erwachsene oder Kinder und Jugendliche an den Kinderschutzbund wenden sind: 
- Umgangsrecht bei geschiedenen Eltern (hierbei auch vermehrt Väter und
Großeltern, Verweigerung der Kindesmutter zu Besuchskontakten),
- Gewalt gegen Kinder
- Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden (hier besonders mit dem Jugendamt und Schulen),
- Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Kindern,
- Überforderung im Erziehungsalltag,
- Schulden (Hartz IV),
- Suche nach Beratungsstellen für Erziehungsfragen
- Erziehungsschwierigkeiten ( Drogen, Computerspiele + Internet, Pubertät) 

Die Sozialsprechstunde des Kinderschutzbundes wird mal mehr, mal weniger angenommen. Hauptberatungsfeld sind Anträge oder Informationen zum SGB I und II, Fragen zu Mietvertrag, Nebenkosten und Mieterhöhungen, sowie dem Umfeld/Bauarbeiten in der Breuskesbachsiedlung. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit, Menschen zu Ämtern und Behörden zu begleiten.
Anzahl der Beratungskontakte im Berichtzeitraum ca. 100, sowohl telefonisch als auch persönlich. 

Am 27.02.2015 konnten wir eine besondere Unterstützung bieten. Das Deutsche Rote Kreuz, welches die Flüchtlinge in der Kuniberg-Sporthallte betreute, bat uns um Hilfe bei der Versorgung von Familien und Kindern mit Spielzeug. Da wir aufgrund der allgemeinen Flüchtlingslage bereits vor Weihnachten von der Geschenkebaum-Aktion einen Teil der gespendeten Spielsachen gelagert hatten, konnten wir Ende Februar schnell und unbürokratisch helfen und zwei Autoladungen voll Spielzeug zur Verfügung stellen. 

2.2. Begleiteter Umgang
In der Zeit von Mai 2014 bis Mai 2015 gab es 13 Familien (bis März 2015), welche die Besuchsbegleitung des Kinderschutzbundes in Anspruch genommen haben.
Das Alter der begleiteten Kinder liegt zwischen wenigen Monaten und 12 Jahren.
Die meisten Anfragen kommen von Mitarbeitern des Fachbereichs, aber auch von den Eltern selbst. Die inhaltliche Gestaltung der Treffen liegt in der Regel in den Händen der Eltern, was eine enorme Herausforderung für Trennungspaare bedeutet.
Im Durchschnitt werden 5 Begleitete Kontakte durchgeführt, in denen die Elternteile angeleitet werden die Kontakte zukünftig selbstständig zu regeln, was in der Regel auch gelingt. Es gibt aber auch Ausnahmefälle (z.B. bei Pflegekindern) bei denen die Besuchsbegleitung dauerhaft durchgeführt wird.
Die Zusammenarbeit mit dem Recklinghäuser Jugendamt verläuft weiterhin gut. 

2.3. Offene Beratung im Familienrecht 
Auch in den Jahren 2015 & 2015 bietet unser Vorstandsmitglied Aline Strutz (Anwältin) eine Beratung im Bereich Familienrecht an. 
Diese offene Beratung fand im Jahr 2014 wieder einmal monatlich (jeweils am letzten Montag des Monats) in den Räumen des Kinderschutzbundes statt. Ab 2015 findet das Angebot immer am zweiten Montag des Monats in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr statt.
Dieses Angebot soll alle Menschen in Recklinghausen ansprechen, was vor allem durch stadtweite Werbung angestrebt wird (Zeitung, stadtweite Zeitschrift für Eltern).
Die Beratung erfolgt ohne Anmeldung und ist vertraulich. 

Es werden Probleme vor allem im Bereich Trennung, Scheidung und Kindschaftsrecht besprochen und praktische Hinweise gegeben. Bei Problemen oder Fragestellungen aus anderen Rechtsbereichen werden Informationen weitergegeben und Kontaktstellen (z.B. Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale, Mieterschutzbund) genannt.
Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos. Gerne kann aber eine Spende an den Kinderschutz hinterlassen werden. 
Termine 2014:
27.01.2014 31.03.2014 26.05.2014 25.08.2014 27.10.2014
24.02.2014 28.04.2014 30.06.2014 29.09.2014 24.11.2014 & 22.12.2014 

Termine 2015:
12.01.2015 09.03.2015 11.05.2015 10.08.2015 09.11.2015
09.02.2015 13.04.2015 08.06.2015 14.09.2015 14.12.2015